Gegen seinen letzten Willen: Schriften von
Johannes Paul II. sollen erhalten bleiben
- Verfügte in Testament Vernichtung der Aufzeichnungen
- Privatsekretär Dziwsz: "Nichts davon verdient das Feuer"
·Papst Benedikt XVI. gegen Abtreibung
Neuer Pontifex bleibt auf Kurs seines Vorgängers
Der langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II., Stanislaw Dziwisz, will die persönlichen Schriften des im April gestorbenen Pontifex entgegen dessen letzten Willen nicht verbrennen. "Ich habe die persönlichen Aufzeichnungen Wojtylas einfach deshalb nicht verbrannt, weil nichts davon das Feuer verdient", sagte der zum neuen Erzbischof von Krakau ernannte Pole.
"Dieses enorme Erbe, das aus Schriften verschiedenster Art zusammengesetzt ist, ist es wert, vollständig erhalten und der Nachwelt vermacht zu werden", sagte Dziwisz dem polnischen Radio. Die persönlichen Notizen und Niederschriften des Papstes seien in das Pilgerzentrum in Rom gebracht worden und sollten von Wissenschaftlern untersucht werden.
Er selbst bewahre 27 Bände des Tagesbuchs auf, in dem Johannes Paul die Ereignisse seines Pontifikats niederschrieb, sagte Dziwisz weiter. Die Schriften und das Tagebuch von Johannes Paul II. könnten auch für dessen Seligsprechungs-Prozess nützlich sein.
In seinem am 7. April veröffentlichten Testament hatte Karol Wojtyla verfügt, dass seine gesamten persönlichen Notizen verbrannt werden sollen. Er hatte Dziwisz zu seinem Testamentsvollstrecker eingesetzt.
(apa)
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