Freitag, 3. Juni 2005

Unermesslicher Blutzoll im Irak: In nur
18 Monaten starben an die 12.000 Zivilisten

  • Überwiegende Mehrheit der Opfer offensichtlich Schiiten
  • Seit März '03 wurden 1.663 US-Militärangehörige getötet

Durch die Gewalt Aufständischer sind nach Angaben des irakischen Innenministers Bayan Jabr in den vergangenen 18 Monaten etwa 12.000 Iraker ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte der schiitische Minister, wie die "Washington Post" berichtete.

Mehr als 10.500 dieser Opfer seien offensichtlich Schiiten gewesen, sagte Jabr. Seit Beginn der US-Invasion im März 2003 seien 1.663 US-Militärangehörige ums Leben gekommen, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium weiter.

Unterdessen hat ein US-Bundesrichter in New York nach Angaben der Bürgerechtsbewegung ACLU das Pentagon aufgefordert, mehrere Dutzend Fotos und vier Filme freizugeben, auf denen Gefangenenmissbrauch im berüchtigten Abu-Ghraib-Gefängnis im Westen von Bagdad zu sehen sei.

ACLU-Direktor Anthony Romero sagte in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung seiner Organisation vom Donnerstag (Ortszeit), diese Bilder wirkten möglicherweise hässlich und schockierend, doch würden sie beweisen, dass die Folter nicht nur das Werk einzelner Soldaten gewesen sei. Die ACLU und andere Bürger- und Menschenrechtsorganisationen in den USA hatten auf die Herausgabe des Bildmaterials geklagt. (apa/red)

3.6.2005 08:20