Donnerstag, 2. Juni 2005

Grausamer Mord in Deutschland: Leichen- teile zerkleinert und im Klo runtergespült

  • 21-Jähriger tötete 40 Jahre alten Lebensgefährten
  • Auch Tod der Großmutter des Opfers wird untersucht

Ein junger Mann hat in Ingolstadt seinen 40 Jahre alten Lebensgefährten mit Axthieben und Messerstichen getötet und die Leiche zerstückelt. Der 21-jährige Arbeitslose habe nach seiner Festnahme am Mittwoch die Tötung seines Freundes in der gemeinsamen Wohnung gestanden, erklärte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Grausiges Detail: Der junge Mann zerkleinerte Leichenteile im Fleischwolf und spülte sie dann in der Toilette hinunter.

Das Verbrechen geschah vor rund vier Wochen. Der mutmaßliche Täter habe die Leiche zersägt und die Teile in Müllsäcken und Kisten im Keller verstaut, hieß es im Polizeibericht. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl, das Motiv der Tat liegt derzeit noch im Dunkeln.

Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte eine Bekannte des 40-jährigen Automatenaufstellers, als sie vor drei Wochen Vermisstenanzeige erstattete. Bei Nachforschungen in der gemeinsamen Wohnung des homosexuellen Paares am vergangenen Dienstag habe sich der 21-Jährige plötzlich aus dem Staub gemacht, erklärte die Polizei. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckten die Beamten unter der Couch Plastiksäcke mit blutverschmierter Kleidung und andere Spuren, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuteten. In einem Kellerabteil fanden Ermittler schließlich die zerstückelte Leiche.

Der mutmaßliche Täter wurde laut Polizei am Mittwoch bei einer Bekannten von Zivilfahndern festgenommen. In ersten Vernehmungen habe der junge Mann, der seit eineinhalb Jahren mit dem 40-Jährigen zusammengelebt hatte, die Bluttat gestanden. Er habe Teile der Leiche im Fleischwolf und Mixer zerkleinert und in der Toilette hinuntergespült.

Die Ermittler untersuchen nun auch den Tod der Großmutter des Opfers, die mit dem Paar unter einem Dach gelebt hatte. Die pflegebedürftige Frau war kurz nach dem Verschwinden ihres Enkels ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie vor wenigen Tagen starb. Gewebeuntersuchungen müssten nun klären, ob die Frau möglicherweise vergiftet wurde, sagte ein Polizeisprecher. Bisher hätten sich allerdings keine Hinweise auf einen unnatürlichen Tod ergeben.

(apa/red)

2.6.2005 17:19