Selbstmordattentat in Tikrit verübt: Fünf irakische Soldaten wurden getötet
- Autobombenanschlag vor einem US-Stützpunkt
- Ranghoher Terrorverdächtiger festgenommen
Ein Selbstmordattentäter hat in der Stadt Tikrit fünf irakische Soldaten mit in den Tod gerissen. Bei dem Autobombenanschlag vor einem US-Stützpunkt, der sich bereits am Freitag ereignete habe, seien sieben Soldaten verletzt worden, verlautete am Samstag aus Polizeikreisen.
Der US-Stützpunkt war früher ein Palast des gestürzten Machthabers Saddam Hussein in dessen Heimatstadt. Seit von dort die US-Militäraktionen gegen Aufständische im Norden des so genannten sunnitischen Dreiecks geleitet werden, ist das Gebäude wiederholt Ziel von Anschlägen geworden.
Die Polizei in Tikrit fand nach eigenen Angaben am Samstag auch die Leiche eines Mannes. Dem Erschossenen seien die Augen verbundenen gewesen. In den vergangenen sechs Wochen haben Aufständische zahlreiche Menschen regelrecht hingerichtet. Bei den meisten von ihnen handelte es sich um schiitische Moslems.
Seit der Ernennung der neuen von Schiiten dominierten Regierung in Bagdad hat der Widerstand der Aufständischen an Intensität zugenommen. Seither wurden bei Anschlägen neben mehr als 80 US-Soldaten auch über 800 irakische Soldaten und viele Zivilisten getötet.
Ranghoher Terrorverdächtiger Mullah Mahdi festgenommen
Amerikanische und irakische Soldaten haben in der nordirakischen Stadt Mossul nach eigenen Angaben einen ranghohen Terroristen festgenommen. Der als Mullah Mahdi bekannte Mann sei zusammen mit seinem Bruder und vier weiteren Terrorverdächtigen nach einem kurzen Gefecht im Osten der Stadt festgenommen worden, teilten die irakischen Streitkräfte am Samstag mit.
Mahdi stehe mit der moslemischen Extremistengruppe Ansar-al-Sunna-Armee in Verbindung, der Kontakte zum syrischen Geheimdienst nachgesagt werden. Er sei in Zusammenhang mit zahlreichen Anschlägen und Attentaten gesucht worden.
(apa/red)
