Rede im Deutschen Bundestag: Für Katzav
Versöhnung mit Palästinensern in Griffweite
- "Historische Gelegenheit die wir nicht versäumen dürfen"
Der israelische Staatspräsident Moshe Katzav hat die Chancen für eine Nahost-Lösung betont. "Versöhnung und Frieden mit den Palästinensern ist in Reichweite", sagte er am Dienstag in einer Rede im Deutschen Bundestag in Berlin. Die Aussöhnung mit den Palästinensern dürfe nicht auf das nächste Jahrzehnt oder gar auf die nächste Generation verschoben werden. "Wir erleben eine historische, goldene Gelegenheit, die wir nicht versäumen dürfen", unterstrich Katzav vor den Abgeordneten.
Entscheidend sei, ob bei den Palästinensern die rationalen Kräfte die Oberhand gewinnen. Dann seien Frieden und Aussöhnung möglich. Wenn dagegen die extremistischen Kräfte bei den Palästinensern gewinnen würden, bestehe die Gefahr einer Eskalation.
Katzav kündigte an, dass Israel keine Terroranschläge mehr hinnehmen werde. "Wir werden auf unseren Straßen, in unseren Cafes, unseren Restaurants, Diskotheken und an Autobus-Haltestellen kein Blutvergießen mehr dulden. Wir werden unter allen Umständen das Recht unserer Bürger verteidigen, ohne Furcht vor dem Terror zu leben."
Der israelische Präsident rief die Völkergemeinschaft auf, durch eine gemeinsame und entschiedene Haltung die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu verhindern. So bedeuteten Atomwaffen für den Iran "eine direkte Bedrohung für den Staat Israel und den Nahen Osten - aber auch für die Staaten Europas".
(apa)
