Auch Österreicher wollen EU-Verfassung nicht: Laut Umfragen derzeit 43% Ablehnung
- Das französische Nein ist für 36 Prozent erfreulich
- 44 Prozent sehen in Ablehnung ein "großes Problem"
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Die Österreicher würden derzeit - so wie am Sonntag die Franzosen - in einer Volksabstimmung eher gegen die EU-Verfassung stimmen. Das hat eine OGM-Umfrage für den ORF-Report (498 Telefoninterviews, 30. Mai) ergeben. 29 Prozent der Befragten würden für, 43 Prozent gegen die Verfassung stimmen. 28 Prozent sind unentschlossen oder machten keine Angaben. Das französische Nein wird mehrheitlich begrüßt.
36 Prozent der Befragten ist das französische Ergebnis erfreulich, 23 Prozent sind enttäuscht. 36 Prozent gaben an, das französische Referendum sei für sie kein Thema. Gespalten ist die Meinung über die Auswirkungen des "Non" für die Zukunft Europas. 44 Prozent sehen in der Ablehnung der Verfassung ein "großes Problem", 43 Prozent erwarten "eher kein Problem".
OGM-Politologe Peter Hajek sieht in den Ergebnissen der Umfrage einen "Warnschuss für die Politik und für die EU-Bürokratie". Das derzeitige Nein der Österreicher zur EU-Verfassung sollte aber nicht überbewertet werden, betont er. Denn in Österreich habe es bisher keine Diskussion über die EU-Verfassung gegeben: "Man müsste abwarten, was passiert, wenn es eine wirkliche Diskussion gibt."
(apa/red)
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