Causa Kampl: HC Strache ist gegen "Menschenjagd und Anlassgesetzgebung"
- Gegen "Menschenjagd" und "Anlassgesetzgebung"
- FPÖ-Obmann sagt: "Deserteure waren keine Helden"
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Die umstrittenen Aussagen
vom 14. April im Wortlaut
FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache hat sich im Fall des heftig umstrittenen Bundesrates Siegfried Kampl gegen eine "Menschenjagd" und eine "Anlassgesetzgebung" ausgesprochen. Kampl hätte zwar "eine teilweise unglückliche Formulierung gewählt", aber keine Straftat oder ein Verbrechen begangen, betonte Strache am Sonntag beim Parteitag der Kärntner FPÖ in Völkermarkt.
Deserteure seien keine Helden gewesen, sagte Strache: "Sie haben ihre Kameraden, die keine Nationalsozialisten waren, in den Schützengräben im Stich gelassen." Der FPÖ-Chef wies auf ein Zitat des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki hin, der erklärt habe, die Mehrheit der Menschen hätte das Kriegsende 1945 als Zusammenbruch empfunden und nicht als Befreiung.
Dafür hätte Reich-Ranicki heftige Kritik geerntet, meinte Strache. Doch es dürfe nicht sein, dass "eine ganze Generation pauschal kriminalisiert wird". Leopold Figl habe sich nicht geirrt, als er im Jahr 1955 den denkwürdigen Ausspruch getan habe: "Österreich ist frei." Die Freiheit der Republik Österreich sei tatsächlich erst 1955 eingetreten, erklärte der FPÖ-Obmann. (apa)
