NEWS: Der österrreichische Wetterfrosch bringt für den Sommer nur "kalt-warm"
- Auf Jahrhundert-Mai folgen extreme Wetterschwankungen
- Juni & Juli werden kühl, die Hitze kommt erst im August

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Nach dem heißesten Mai aller Zeiten verheißen die Meteorologen einen Sommer der Wetterkapriolen. Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke lieferten den Österreichern am letzten Wochenende einen Vorgeschmack auf den Sommer. Doch die Freude währte nur kurz. Denn mit der nächsten Kaltfront kam auch schon die Abkühlung. Ein paar heiße Tage also und danach wieder Regenwetter - ein Szenario, das für diesen Sommer Standard werden könnte.
"Alle unsere Prognosen besagen: Wir müssen uns auf einen unbeständigen Sommer einstellen", macht Ernest Rudel, Klimatologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien, jede Hoffnung auf einen erneuten Jahrhundertsommer à la 2003 zunichte. Denn eine Vielfalt von Modellen erlaubt es dem Experten bereits, detaillierte Aussagen über die Wetterlage in den bevorstehenden Sommermonaten zu machen. Fazit: "Im Juni und Juli wird sehr wechselhaftes Wetter überwiegen. Es wird nur kurze Hitzeperioden geben, immer wieder von längeren Niederschlagsphasen unterbrochen", so Rudel.
Große Hochwassergefahr
Auch die Temperaturen werden sich in den beiden kommenden Monaten innerhalb des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre bewegen - Ausreißer nach oben, also wirklich heiße Sommertage, stellen dann eher die Ausnahme dar. Tage mit verstärktem Niederschlag sind hingegen weitaus häufiger zu erwarten, womit die Hochwassergefahr dramatisch ansteigt. Denn wie das Rekordhochwasser im Jahr 2002 gezeigt hat, reichen schon mehrere Tage Starkregen aus, um den Wasserpegel der Flüsse drastisch anschwellen zu lassen.
Erst der August könnte den Sommermonaten Ehre machen. Dann soll die Temperaturkurve endlich beständig nach oben zeigen. "Es stellt sich ein Trend zu stabilerem Wetter ein", prognostiziert Rudel, "der August wird heuer wärmer und trockener als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre."
Juni & Juli unbeständig, August heißer als im Vorjahr
August heißer als im Vorjahr. Sogar im August 2004 lagen die Temperaturen in weiten Teilen Österreichs bis zu 2,5 Grad über dem Normalwert. Die Sonnenscheindauer betrug beispielsweise in Wien 122 Prozent des üblichen Wertes. "Heuer könnte", so Rudel hoffnungsfroh, "der August noch wärmer ausfallen."
Wer hingegen im Juni und Juli Urlaub nimmt und stabiles Wetter sucht, kann sich selbst im Ausland nicht in Sicherheit wiegen. Zumindest nicht, sofern er einen Aufenthalt im östlichen Mittelmeerraum gebucht hat.
Garantierte Hitze nur in Spanien, Portugal & Nordafrika
Ab nach Spanien, Portugal und Nordafrika heißt es also für jene, die auf "Nummer Sicher" gehen wollen. All die anderen werden sich, gerade hierzulande, mit eher niedrigen Temperaturen zufrieden geben müssen. Auch wenn die NASA für 2005 - weltweit betrachtet - den "heißesten Sommer aller Zeiten" vorhergesagt hat.
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