Nach Spitzel-Vorwurf: Staatsanwaltschaft schlägt Erhebungen gegen Sichrovsky vor!
- Ex-FP-Generalsekretär soll für Mossad gearbeitet haben
·Sichrovsky hat mit Mossad "kooperiert"
"profil": Geheimdienst war an Jörg Haider interessiert
Die Staatsanwaltschaft Wien schlägt gegen Ex-FPÖ-Generalsekretär Peter Sichrovsky Erhebungen wegen dessen angeblicher Tätigkeit für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad vor. Das berichtete das Ö1-Mittagsjournal am Dienstag. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe geschrieben, dass Sichrovsky dem Mossad über die Kontakte Jörg Haiders zum arabischen Raum berichtet habe.
Die Staatsanwaltschaft hat laut Ö1 einen Vorhabensbericht an die Oberstaatsanwaltschaft verfasst, in dem sie Untersuchungen zu dem Fall vorschlägt. Zunächst will sie beim Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (früher: Staatspolizei) nachforschen, ob dort eine Akte zu Sichrovsky vorhanden ist.
Der Ex-FPÖ-Generalsekretär hatte sich in der "Zeit im Bild 2" am Montag damit verteidigt, er habe nicht wissen können, ob er wirklich mit Mossad-Agenten gesprochen habe. Laut Ö1 fällt diese Unsicherheit strafrechtlich nicht ins Gewicht; es reiche schon aus, wenn er es in Kauf genommen habe, mit Geheimdienstagenten zu sprechen.
Die Tätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst ist in Österreich mit bis zu drei Jahren Haft bedroht. Für eine Anklage müsste laut Ö1 nachgewiesen werden, dass durch die Tätigkeit Sichrovskys entweder ein Nachteil für Österreich entstanden sei, oder dass Tathandlungen im Inland durchgeführt wurden. (apa)
