Neuer Wirbel in der Causa Kampl: Für Freunschlag Naziverfolgung "ein Faktum"!
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- Burschenschafter "größte Verlierer des Naziregimes"
·"Gönne dem Staat
einen BR Kampl"
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Gesetzes-Änderung
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Umstrittene Bundesräte denken nicht an Rücktritt
Nach Bundesrat Siegfried Kampl sorgt jetzt der freiheitliche Kärntner Landtagspräsident Jörg Freunschlag mit seiner Feststellung, dass es nach dem Krieg "Naziverfolgungen" gegeben hätte, für einen handfesten Wirbel. Das BZÖ-Mitglied bezeichnete zudem die Korporationen als "die größten Verlierer des Naziregimes".
Die Kärntner Landtagsparteien SPÖ, ÖVP und Grüne forderten am Dienstag seinen sofortigen Rücktritt, BZÖ-Landesobmann Strutz war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Freunschlag selbst startete am Abend einen Entschuldigungs-Versuch: "Falls jemanden das Wort Verfolgung gekränkt haben sollte, stehe ich nicht an, mich dafür zu entschuldigen", sagte er im Gespräch mit der APA. Einen Rücktritt schließt er aus.
Der Auslöser der heftigen Diskussionen: In einem am Mittwoch erscheinenden Interview der "Kärntner Woche" weist Freunschlag darauf hin, dass der mehr als umstrittene Kampl in seiner Rede im Bundesrat "in kurzen Worten Erlebtes beschrieben" habe. Er hätte aber nicht gewertet und auch nicht "von brutaler Naziverfolgung gesprochen, sondern nur von Naziverfolgung". Und eine solche "hat es ja gegeben", was ein Faktum sei. Das wisse er selbst, da sein Großvater "in der Nacht verhaftet wurde", erklärte der 64-Jährige.
Kampl wolle er aber nicht entschuldigen, dieser hätte in Interviews "sehr unsensibel und emotional undifferenziert" Sachen gesagt, die ihn in Diskussion gebracht hätten. Kampl hätte sich und dem Amt keinen guten Dienst erwiesen, meint Freunschlag.
Zu seiner Meinung, dass die schlagenden Burschenschafter "in Wirklichkeit die größten Verlierer des Naziregimes" gewesen seien, erläuterte der prominente Politiker, dass man deren Ideale "über Jahrzehnte mit Füßen getreten" habe. Für dieses Lager sei noch nie so viel geschehen wie seit der Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen. (apa)
