Freitag, 27. Mai 2005

Weniger Sommerurlaube geplant: Dafür wollen Österreicher mehr Geld ausgeben

  • Über 50 Prozent werden im heurigen Sommer verreisen
  • Urlaube in Europa und ans Meer liegen zur Zeit im Trend

Die Österreicher haben gegenüber den Vorjahren zwar weniger Sommerurlaube geplant. Dafür geben jene, die urlauben, mehr Geld aus. Laut einer Umfrage wollen 54 Prozent der Österreicher auf Urlaub fahren und für knapp ein Viertel ist das Urlaubsbudget höher als im Jahr 2004. Bei 58 Prozent der Österreicher ist die Urlaubskasse mit dem selben Betrag wie 2004 gefüllt.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine im April 2005 durchgeführte Studie im Auftrag der Notfall- und Serviceorganisation Europ Assistance. Dabei wurden 3.502 Personen über 18 Jahre in Österreich, Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien über ihre Urlaubspläne und -gewohnheiten befragt.

Zeitgerechte Planung
Bei der Auswahl ihres Urlaubszieles überlassen die Österreicher nichts dem Zufall. So gehört Österreich neben Deutschland und Belgien zu jenen Nationen, in denen der Urlaub zeitgerecht geplant wird. Nur 24 Prozent der Österreicher sind Last-Minute-Bucher.

Sehr vorsichtig
Der Studie zufolge sind die Österreicher bei der Auswahl des Urlaubslandes besonders vorsichtig. Die Möglichkeit eines Terroranschlages, Gesundheitsrisiken, das Risiko sozialer Unruhen oder das Risiko einer Naturkatastrophe spielen hier eine große Rolle.

Urlaub in Europa boomt
Obwohl die Fernreise-Pläne bei den Österreichern laut Umfrage im Vergleich zum Vorjahr von 8 auf 14 Prozent wieder eindeutig gestiegen sind, boomt der Urlaub in Europa. 69 Prozent der Österreicher wollen ihren Sommerurlaub in einem europäischen Land verbringen. Nur 28 Prozent hält es in Österreich selbst.

Trips ans Meer attraktiv
Das dürfte auch daran liegen, dass Urlaub am Meer wieder sehr attraktiv ist. 71 Prozent der Österreicher zieht es an den Strand, dagegen nur 26 Prozent aufs Land und 19 Prozent in die Berge. Auch der Städtetourismus ist mit 12 Prozent nicht der Renner bei den Österreichern. (apa)

27.5.2005 12:22