Neues Medikament soll Samenerguss verzögern: Erste Tests waren erfolgreich
- Rund ein Drittel leidet an frühzeitigem Samenerguss
- Nun soll das Vergnügen in die Länge gezogen werden

Viagra hat Sex für Männer mit Erektionsproblemen möglich gemacht, ein neues Mittel soll das Vergnügen nun verlängern. Mit Dapoxetine könne der frühzeitige Samenerguss beim Mann verhindert werden, erklären Mediziner auf dem Jahrestreffen der US-Urologievereinigung.
Ein erster Test mit Paaren, in denen Männer über chronisch verfrühte Ejakulationen geklagt hatten, sei erfolgreich verlaufen.
Länerer Sex
Nach zwölf Wochen habe sich die Anzahl der Paare verdoppelt, die ihr Sexualleben als gut oder sehr gut bezeichneten. Auch hätten sie drei bis vier Mal so lange miteinander geschlafen als zuvor. Einige Patienten hätten aber über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.
Fühzeitiger Samenerguss weit verbreitet
Frühzeitigen Samenerguss diagnostizieren Mediziner, wenn Männer nach zwei Minuten oder noch weniger zum Orgasmus kommen. Das Phänomen ist weit verbreitet, im Gegensatz zur Impotenz aber viel weniger öffentlich diskutiert.
Rund ein Drittel betroffen
Nach Angaben des US-Urologieverbandes sind zwischen 27 und 34 Prozent aller Männer davon betroffen, von Potenzstörungen, die mit Viagra behandelt werden können, hingegen nur rund zehn Prozent. Für das Sexualleben vieler Paare seien chronisch verfrühte Orgasmen verheerend, sagte der Leiter der Untersuchung, Jon Pryor. Im Handel ist die Droge des Herstellers Orto-McNeil Pharmaceutical noch nicht. Die US-Gesundheitsbehörde prüft derzeit die Zulassung. (apa)
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