NEWS über den neuen Beauty-Trend für Männer: Waschbrett-Bauch aus dem OP!
- Pro Jahr legen sich 10.000 Männer unter das Messer
- Fett weg & Co.: Was das starke Geschlecht "repariert"

Der Schönheits-Trend hat nun auch das "starke Geschlecht" voll im Griff. Immer mehr Männer legen sich unters Messer. Österreichs Schönheitschirurgen dürfen pro Jahr bereits 10.000 männliche Patienten begrüßen. Tendenz steigend. NEWS hat recherchiert: Was die Männer am liebsten "reparieren" wollen. Und: Was die Schönheit per Skalpell kostet.
Eine Schönheitsklinik in Wien-Döbling. Im Behandlungsraum des Aesthetic Center steht ein molliger Mann in Boxershorts. Auf Bauch, Brust und Unterarmen zeichnet Chirurg Artur Worseg bunte Linien und Kreise. Der Zweck des farbenfrohen Body-Paintings: eine geplante Fettabsaugung. "Durch die Beratung kann ich mir nun vorstellen, wie mein Körper nach der Operation aussehen könnte", erklärt der 31-jährige Michael M. Und dieses Bild deckt sich durchaus mit seiner Idealvorstellung von einem Waschbrettbauch und schlanken Oberarmen.
Verschönerung für den Mann
Jedenfalls: Wie Michael M. sind zunehmend immer mehr Österreicher bereit, sich für ihren Traum vom perfekten Body unters Messer zu legen. Und das nicht zu knapp: Während die ästhetische Chirurgie bis vor einigen Jahren hauptsächlich Frauen vorbehalten war, sind mittlerweile - laut Operateur Worseg - 25 Prozent aller Patienten männlich.
Pro Jahr unterziehen sich hierzulande damit rund 10.000 Männer einem "Schönheitseingriff" - Tendenz: steigend. Alljährlich beträgt die Steigerungsrate beim starken Geschlecht nämlich beachtliche zehn Prozent. Kein Wunder, schließlich sind nun auch die jungen Männer vom Körperkult erfasst.
Laut der österreichischen Repräsentativstudie "Timescout" ist für 60 Prozent der 11- bis 29-Jährigen das äußere Erscheinungsbild "sehr wichtig". Acht von zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehen davon aus, dass attraktive Menschen weitaus bessere Karrierechancen haben. In der Altersgruppe der 11- bis 14-Jährigen könnte sich sogar ein Viertel (!) aller Befragten vorstellen, den vorherrschenden Attraktivitätsstandards mit Schönheitsoperationen näher zu kommen.
Neuer Trend: Erfolg durch OP
Nicht zuletzt belegen diese Zahlen: Auch für Männer ist es kein Tabu mehr, der Schönheit auf chirurgischem Weg nachzuhelfen, um ihrem Idealbild zu entsprechen. Zahlreiche prominente Trendsetter dienen dabei als Vorbild: Jüngstes Beispiel ist Hollywoodstar Michael Douglas, der sich sein markantes Gesicht liften ließ, um der - vielleicht in letzter Zeit etwas flauen - Filmkarriere wieder auf die Sprünge zu helfen.
Aber nicht nur Männer auf der Leinwand wollen schöner sein. Auch Politiker versprechen sich von einem besseren Aussehen mehr Erfolg im Berufsleben. So hat sich der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi im vergangenen Jahr ebenfalls mithilfe eines Faceliftings optisch verjüngen lassen, Haarimplantat inklusive. Seine öffentliche Aussage danach: "Nun sehe ich endlich wieder so jung aus, wie ich mich fühle."
Fest steht: Selbst unter der heimischen Prominenz sind männliche Bekenner von Schönheitsoperationen längst gang und gäbe: Baumeister Richard Lugner ließ sich vor laufender Kamera mit Botox die Falten wegspritzen, und Moderator Dieter Chmelar wurde mittels Fettabsaugung eine ansehnliche Silhouette verpasst.
Hitliste: Nase, Kinn und Fett weg
Die Männer-Hitliste der beliebtesten Skalpell-Verschönerungen ist dementsprechend lang: Fettabsaugung an Bauch, Brust und Kinn, Nasen- und Augenlidkorrekturen sowie komplette Faceliftings gelten als Favoriten. Ebenso stark im Kommen: Faltenentfernung mittels Botox-Spritzen. Und: Es gibt kaum noch einen "Männer-Eitelkeits-Wunsch", den die plastisch-ästhetische Chirurgie nicht erfüllen könnte.
Implantate für eine muskulös wirkende männliche Brust sind am "Medizin-Markt" bereits ebenso zu erwerben wie Einsätze für kräftige Waden und Penisverlängerungen.
Traurige Tatsache: Das gewichtigste Problem der meisten heimischen Männer lässt sich jedoch nicht am OP-Tisch beseitigen: Der klassische Bierbauch kann aufgrund seiner besonderen Fettstruktur nämlich nicht einfach abgesaugt werden. Hier sind der Gang ins Fitnesscenter und der Verzicht auf das Krügerl nach wie vor unumgänglich.
Schönheit ab 800 Euro
Der Preis für solch ein Wohlgefühl ist allerdings nicht ganz wohlfeil. So kostet eine Fettabsaugung am Bauch hierzulande durchschnittlich 2.500 Euro, die Entfernung eines Doppelkinns 800 Euro. Am stärksten schlägt mit 5.500 Euro ein Facelifting zu Buche sowie die Korrektur einer Höcker- oder Langnase, die im Durchschnitt 5.000 Euro kostet.
Sparsame Männer unternehmen - ebenso wie Frauen - "Pilgerreisen" in Ost-Institute, da dort die Preise für Schönheitseingriffe im Schnitt um die Hälfte günstiger sind.
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