Geschmacklosigkeit bei eBay: Ami muss 13.000 Strafe für Schädel-Auktion zahlen
- Versteigerte einen hawaiianischen Schädel im Internet
- Die Grabstätten der Ureinwohner stehen unter Schutz
·Baby sollte bei eBay versteigert werden!
Mutter ahnungslos: Kind hätte 10.000 gekostet
Ein US-Amerikaner muss 13.000 Dollar (10.400 Euro) zahlen und 600 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, weil er einen alten hawaiianischen Schädel im Internet-Auktionshaus eBay versteigern wollte. Zusätzlich muss Jerry Hasson in mehreren hawaiianischen Tageszeitung und auf der eBay-Seite Anzeigen mit einer Entschuldigung schalten, urteilte ein Gericht in Los Angeles. Hasson habe gegen ein Gesetz verstoßen, dass die Grabstätten von Ureinwohnern unter besonderen Schutz stellt.
Hasson hatte sich schuldig bekannt, im Jänner einen Schädel für 1.000 Dollar (800 Euro) Anfangsgebot bei eBay zur Versteigerung angeboten zu haben. Den Kopf habe er mitgenommen, nachdem er 1969 als Teenager mit Freunden zusammen an einem Strand von Hawaii ein ganzes Skelett freigelegt habe, sagte er. Als der 56-Jährige den Schädel nun verkaufen wollte, wurde eine Interessenvertretung hawaiianischer Ureinwohner auf Hasson aufmerksam. Sie forderte ihn auf, den Schädel zurückzugeben, so dass er wieder bestattet werden könnte. Hasson stoppte die Auktion, versuchte jedoch später, den Schädel für 2.500 Dollar (2.000 Euro) an einen Zivilfahnder zu verkaufen. Hasson muss nun 3.500 Dollar Strafe und 10.000 Dollar für die Rücküberführung zahlen. Er bedauerte sein "sehr unsensibles" Verhalten. (apa)
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