Dienstag, 24. Mai 2005

Der Denkmalsturz

Geht Toni Polster? Die violette Galionsfigur kämpft ums Überleben als General Manager der Austria. Die Weichen für seinen Abgang nach dem Cup-Finale sind gestellt.
Fan-Aufstand: Immer mehr Alt-Austrianer stellen den Managementvertrag mit Magna infrage. Können die Veilchen ihren Klub jetzt zurückkaufen?

Das „informelle Gespräch“ Montagmittag in der Magna-Zentrale in Oberwaltersdorf zwischen Austria-„Betriebsführer“ Frank Stronach und seinem General Manager sei in guter Atmosphäre verlaufen. Die „schwerwiegende Entscheidung“ über Polsters Zukunft bei den Violetten wurde allerdings auf Mitte nächster Woche verschoben – bis nach dem Cupfinale gegen Rapid. Bis dahin will der erst im Winter als neuer starker Mann der Austria geholte Polster „die Situation in aller Ruhe überdenken und für sich analysieren“.

Vertrag bis 2007. So weit das knappe Pressestatement, das am Montag um exakt 15 Uhr aus der Austria-Zentrale im Wiener Horr-Stadion in den Redaktionen landete. Doch das violette Urgestein dürfte seine Entscheidung längst getroffen haben. Entnervt von den klubinternen Grabenkämpfen und der seiner Meinung nach fehlenden Rückendeckung durch den „Boss“ in den letzten Wochen und Monaten, will Toni Polster aus seinem hoch dotierten, bis 2007 laufenden Managervertrag vorzeitig aussteigen. Wenn er in letzter Minute von Stronach nicht doch noch „volle Handlungsfreiheit“ in sportlichen und managementtechnischen Dingen zugestanden bekommt. Immerhin: Polster lässt seine Familie nach Wien kommen, hat bereits Schulplätze für die Kinder, sagt er gegenüber NEWS nach seiner ersten Aussprache mit Stronach am Montag. „Ich lasse mich sicher nicht verbiegen. Ich bin weder ein Wendehals noch ein braver Jasager“. Nächste Woche sollen die Gespräche mit Stronach weitergehen.

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PLUS: Die Wahrheit über den Magna-Kontrakt
PLUS: Toni Polster über seine Zukunft bei der Austria

24.5.2005 17:12