Nach drei Jahren Schwäche: Konjunktur in Österreich hat sich 2004 etwas erholt
- Bruttowertschöpfung stieg in Steiermark am stärksten
- Wien und im Burgenland unter Österreich-Schnitt
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Nach drei Jahren der Schwäche hat sich die Konjunktur in Österreich 2004 erholt. Die Bruttowertschöpfung wuchs um fast zwei Prozent und damit etwa doppelt so rasch wie in den Vorjahren, schreibt das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) im jüngsten Monatsbericht. Die Belebung ging von der Auslandsnachfrage aus, während die Inlandsnachfrage verhalten blieb.
Im Vorteil waren nach Wifo-Angaben die Bundesländer, die eine bedeutende exportorientierte Sachgüterproduktion haben. Besonders expansiv war die Wirtschaft in der Steiermark (Bruttowertschöpfung: +3,8 Prozent) und damit auch im Durchschnitt der Südregion (+3,1 Prozent). Überdurchschnittlich wuchs auch die Wirtschaft der Westregion (+2,2 Prozent), vor allem wegen der guten Entwicklung in Vorarlberg (+2,9 Prozent) und Oberösterreich (+2,7 Prozent).
Hingegen blieben Salzburg (+1,7 Prozent) und Tirol (+1,4 Prozent) etwas zurück. In Salzburg fehlte laut Wifo ein Wachstumsmotor, und in Tirol wurde das Wirtschaftswachstum durch die Schwäche der Sachgüterproduktion und von Teilen des Dienstleistungssektors (etwa Tourismus) gedämpft. Der Tourismus und einige andere Dienstleistungen beeinträchtigten 2004 auch die Entwicklung in Kärnten (Bruttowertschöpfung +1,5 Prozent).
Die Ostregion (+1,3 Prozent) blieb wegen der mäßigen Entwicklung in Wien und im Burgenland hinter dem Österreich-Durchschnitt zurück. Während die Unternehmen in Niederösterreich (+2,6 Prozent) von der Exportkonjunktur profitierten, überwog in Wien (+0,6 Prozent) und dem Burgenland (+0,5 Prozent) der dämpfende Einfluss der schwachen heimischen Nachfrage.(apa/red)
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