Nach Kung Fu-Foul an Lawaree: Folgen für Austria-Torhüter Joey Didulica!
- Lawaree nach Nasenbeinbruch noch in Nacht operiert
·Joey Didulica bricht Axel Lawarees Nase
BILDER: Kung-Fu-Einlage des Austria-Keepers
·1:0 - Austria gewinnt
Derby gegen Rapid!
Rushfeldt als Partyschreck,
Didulica mit Brutalo-Foul!
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Die brutale Attacke von Austria-Goalie Joey Didulica an Rapid-Stürmer Axel Lawaree war auch am Tag nach dem Derby Gesprächsthema Nummer eins. "Wir konnten deswegen den Sieg nicht richtig auskosten. Didulica hat mir gesagt, dass es ihm sehr Leid tut und dass er noch versucht hat, den Fuß rechtzeitig zurückzuziehen", betonte Austria-Teammanager Peter Stöger am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz.
Lawaree wurde wegen seines Nasenbeinbruches noch am Donnerstag im Lorenz-Böhler-Krankenhaus operiert und konnte das Spital bereits am Freitag wieder verlassen. Der belgische Stürmer, der außerdem eine Augapfelprellung und einen Bluterguss erlitt, fällt rund drei bis fünf Wochen aus.
Stöger nahm seinen Goalie in Schutz: "Joey ist ein sehr emotionaler, ehrgeiziger Spieler, ein Top-Profi und ein positiver Typ. Es ist aber nicht lustig, von 40.000 Leuten provoziert und von einem Fan sogar angespuckt zu werden", so Stöger. "Doch ich kann ihn nicht jedes Mal rausnehmen, wenn es emotional wird. Traurig ist nur, dass sich Lawaree dabei so schwer verletzt hat", sagte der Teammanager, dessen Kollege Frenkie Schinkels sich nach dem Spiel für das Verhalten des Austro-Kroaten in der Rapid-Kabine entschuldigte.
Vereinsinterne Konsequenzen habe der Tormann, der sich laut Austria-Vereinsseite bei Lawaree noch am Spielfeld entschuldigt haben soll, laut Stöger keine zu erwarten: "Ich glaube nicht, dass er bestraft wird. Wir werden uns noch zusammensetzen." Eine "Kung-Fu-Attacke" habe der Teammanager der Violetten jedoch nicht erkennen können, der Tritt gegen den Rapid-Stürmer sei keinesfalls mit der Attacke von Toni Schumacher gegen Patrick Battiston bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien zu vergleichen.
Rapid-Trainer Josef Hickersberger hingegen fühlte sich bei dieser Aktion sehr wohl an die Schumacher-Attacke erinnert, verzichtete ansonsten aber auf eine allzu scharfe Verurteilung von Didulica. "Ich glaube, er hat Lawaree nicht absichtlich so schwer verletzt. Ich halte Didulica für einen hervorragenden Goalie. Er ist ausgerastet, es tut mir Leid, dass so etwas passiert ist", sagte der Meistermacher.
Didulica habe laut Hickersberger unmittelbar vor dem Anpfiff der zweiten Hälfte einen am Tor montierten Rapid-Schal weggeworfen und sei danach von einem erbosten Rapid-Fan angespuckt worden und wohl deswegen nervlich angespannt gewesen.
Von einer strafrechtlichen Verfolgung Didulicas riet der ehemalige Jus-Student Hickersberger ab, sein Wunsch dürfte jedoch nicht in Erfüllung gehen. Gegen den Goalie wird wohl von den Ärzten des Lorenz-Böhler-Krankenhauses Anzeige eingebracht, wie es immer bei schweren Körperverletzungen bei Fremdverschulden der Fall ist. (apa/red)
