GAK weiter auf dem Weg zum Vizemeister: Knapper 1:0-Sieg bei Absteiger Bregenz
- Superfund geht bei Sturm mit schwachem 0:3 unter
- Admira holt zuhause gegen Salzburg glücklichen Punkt
·1:0 - Austria gewinnt
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der Hütteldorfer 2004/05
Der entthronte Meister GAK bleibt weiter auf dem Weg zumindest zum Vizemeistertitel. Durch einen Sieg bei Absteiger Bregenz verteidigten die Grazer den zweiten Tabellenplatz, Pasching ging bei Sturm mit 0:3 unter. Admira holte in der 95. Minute vor heimischem Publikum mit dem Tor zum 1:1 noch einen glücklichen Punkt. Tirol dreht das Spiel gegen Mattersburg nach 0:1 noch zu einem 2:1-Sieg um.
Der GAK geht als Tabellenzweiter in die 36. und letzte Bundesliga-Runde am Sonntag daheim gegen Meister Rapid. Die Grazer mussten am Donnerstag im Auswärtstreffen mit Absteiger SW Bregenz allerdings bis zur 74. Minute warten, ehe Ehmann mit seinem vierten Saisontreffer das Siegestor zum 1:0 gelang. In der 64. Minute hatte der entthronte Champion sogar großes Glück, dass Schepens einen umstrittenen Foulelfer hoch über die Latte jagte.
Der GAK dominierte vom Beginn an das Geschehen und fand vor allem Kopfballchancen (Bazina, Ehmann, Kollmann) vor, die aber alle nichts einbrachten. Die größte Möglichkeit vergab Kollmann, als er nach Lochpass von Muratovic allein vor dem ausgezeichneten Nagel stand, an diesem aber scheiterte (15.). Die einzige bemerkenswerte Szene für die Gastgeber vor der Pause war ein sehenswerter Weitschuss von Hauser (knapp daneben) in der 28. Minute.
Ähnlich ging es in der zweiten Hälfte weiter, wobei der Bregenz-Keeper mehrmals im Brennpunkt des Geschehens stand. So vor allem in der 58. Minute, als er einen Schuss von Aufhauser glänzend parierte. In der 63. Minute Schock im GAK-Lager. Schiedsrichter Hofmann entschied nach einem Zweikampf zwischen Tokic und Nzuzi, bei dem der Bregenz-Stürmer zu Boden ging, auf Elfmeter für die Hausherren. Doch Schepens jagte den Ball hoch über das Tor.
Die Entscheidung fiel in der 74. Minute, als sich Ehmann nach einem Corner von Amerhauser hochschraubte und zum 1:0 einköpfelte und damit für den vierten Saisonsieg der nun seit zehn Runden ungeschlagenen Grazer gegen die Vorarlberger sorgte. Die Bregenzer sind 15 Spiele in Folge sieglos.
Die sportlich und finanziell triste Situation der Bregenzer ließ auch einige ihrer Fans durchdrehen. Sie zündeten während der Partie ein Tribünendach an. Feuerwehr, Polizei und Ordner traten auf und stellten die Ordnung wieder her. Beim Klub gibt es derzeit nichts Neues. Das Neutrale Schiedsgericht wurde angerufen, das endgültig über die Nichterteilung der Lizenz, womit Schwarz-Weiß auch nicht in der Red Zac-Liga spielen dürfte, entscheiden wird. Die Spieler haben jedenfalls schon ihre Fühler nach anderen Vereinen ausgestreckt. Was den Fall Tolja, der am Donnerstag auf der Bank saß, betrifft, so wurde der Torhüter von der Kriminalpolizei einvernommen, Auskunft darüber gab es keine.
Sturm - Pasching 0:3
FC Superfund Pasching muss sich nach einer 0:3-Auswärtsniederlage beim Tabellenachten Sturm Graz mit dem vierten Endrang in der Meisterschaft begnügen. Die Tore vor 9.156 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion erzielten am Donnerstagabend Dag (8.), Filipovic (56.) und Rabihou (82.), die nach drei Niederlagen für den ersten Sturm-Erfolg in dieser Saison über die Oberösterreicher sorgten.
Ein knallharter Weitschuss aus 22 Metern von Ekrem Dag brachte die frühe Führung für die Grazer, die ansonsten vor der Pause nicht sehr viel Sehenswertes zu Wege brachten. Die Paschinger versuchten es ebenfalls mit Weitschüssen, die größte Chance resultierte aber aus einer Flanke von Jezek, doch Glieders Kopfball flog übers Kreuzeck (40.). Zu diesem Zeitpunkt war Dag nicht mehr auf dem Feld, denn er hatte nach 25 Minuten mit Verdacht auf Kreuzbandriss im rechten Knie ausscheiden müssen.
Elf Minuten nach dem Wechsel sorgte nach Pass von Jürgen Säumel Bojan Filipovic mit dem 2:0 für die Vorentscheidung (56.). Praktisch unmittelbar danach verhinderte Gratzei den Anschlusstreffer, indem er eine "Jezek-Bombe", die Richtung Kreuzeck unterwegs war, entschärfte. Danach dominierten aber die Grazer und spielten den Heimsieg sicher nach Hause. Für den Schlusspunkt sorgte Amadou Rabihou, der nach einem Rojas-Corner per Kopf sein zweites Saisontor erzielte (82.).
Admira - Salzburg 1:1
1.200 Zuschauer beim letzten Heimspiel der Admira erlebten die Verabschiedung von Michael Hatz (Karriere-Ende) sowie eine vermeintlich schnelle Vorentscheidung zu Gunsten der Salzburger Gäste. Nach dem frühen 0:1 durch Mrdakovic (8.) und mehreren wirklich guten Chancen auf das 0:2, gelang Matyus in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleichstreffer zum 1:1 und glücklichen Punkt für die Admira.
Zunächst kam es knüppeldick für die Admira. Ausgerechnet Mark Janko, kommende Saison bei Salzburg, verlor in der 8. Minute im Mittelfeld den Ball. Gegenstoß, Aslan flankte und Mrdakovic köpfelte die Gäste problemlos in Führung. Admira konnte sich in der Folge keine zwingenden Chancen erarbeiten, die Salzburger hatten es hingegen mehrmals auf dem Fuß, das Match endgültig zu entscheiden. So köpfelte Laessig nach einem Willi-Freistoß knapp am Tor vorbei (55.), Willi selbst donnerte dann das Leder aus zehn Metern direkt auf Admira-Tormann Szamotulski (70.)
Als alles längst entschieden schien, kam die Admira doch noch in der fünfminütigen Überspielzeit zu einem Punkt. Freistoß, Hoffer scheiterte zunächst, der Ball kam zu Matyus und dessen abgefälschter Schuss fand endlich den Weg ins Tor.
Tirol - Mattersburg 2:1
Wacker Tirol hat das Match gegen SV Mattersburg umgedreht und ist dank des 2:1 (0:0)-Erfolgs dem fünftplatzierten Tabellennachbarn bis auf zwei Punkte nahe gerückt. Lukas Mössner hatte die Burgenländer in dem eher schwachen Match in Führung gebracht (73.), Hannes Eder gelang im Gegenzug per Kopf der Ausgleich (74.), ehe der eingewechselte Aganun (87.) den Innsbruckern doch noch zum Sieg verhalf.
Vor dem Match waren die Wacker-Legenden Alfred Hörtnagl (411 Bundesliga-Einsätze) und Robert Wazinger (380) unter tosendem Applaus der Fans verabschiedet worden, Wazinger kam ab der 81. Minute mit dem Trikot mit der Nummer 380 zum Einsatz und wenig später gelang das 2:1. In den ersten 70 Minuten hatten die 5.000 im Stadion eine matte Partie erlebt.
Die Gastgeber hatten durch Hölzl (7.), Windisch (Stange nach Aigner-Lochpass/14.), Mader (Freistoß/24.) und Aigner, der an Keeper Borenitsch scheiterte (34.) gute Möglichkeiten, die besseren Chancen fanden aber die stark ersatzgeschwächten Burgenländer vor. Doch Mandreko verfehlte vom Sechzehner frei stehend (34.), Koller schoss aus wenigen Metern über das Tor (43.).
Nach einer erneut guten Vorarbeit von Mandreko hieß es aber 1:0, der 21-jährige Mössner ließ De Vora keine Chance. Dann lief jedoch alles für die Tiroler, die von Fehlern profitierten und bei 1:1 durch Alex Hörtnagl (79.) eine weitere große Chance hatten.
(apa/red)
