Freisprüche im Senna-Prozess: Tod des Brasilianers nach 11 Jahren zu Akten gelegt
- Senna starb 1994 bei einem Renn-Unfall in Imola
Nach mehr als elf Jahren ist der Prozess um den 1994 in Imola tödlich verunglückten Formel-1-Rennfahrer Ayrton Senna ohne Schuldsprüche zu den Akten gelegt worden. Der dreifache Weltmeister aus Brasilien war am 1. Mai 1994 im Grand Prix von San Marino in der Tamburello-Kurve gegen eine Mauer gefahren und seinen schweren Verletzungen erlegen.
Ein Berufungsgericht in Bologna sprach Adrian Newey, den damaligen Chefkonstrukteur des Williams-Teams, der zur Zeit bei McLaren-Mercedes unter Vertrag steht, vom Vorwurf des Totschlags im Zusammenhang frei. Im Fall des Technischen Direktors Patrick Head entschied das Gericht auf Verjährung des Vorfalls.
Die Wiederaufnahme des Verfahrens war erforderlich geworden, nachdem das römische Kassationsgericht als letzte Instanz des italienischen Strafrechts im Jänner 2003 ein Urteil des Berufungsgerichts von Bologna für ungültig erklärt hatte.
(apa)
