Ferrari-Teamchef Jean Todt will nicht und nicht aufgeben: 'Spiel ist noch nicht vorbei'
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Ferrari-Teamchef Jean Todt hat den Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 noch nicht aufgegeben. "Ich sage: Das Spiel ist noch nicht vorbei, auch wenn es richtig ist, dass die Gegner wichtige Punkte sammeln und Weltmeisterschaften am Anfang gewonnen werden", sagte er in der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport".
Von einer aufgebrachten Stimmung nach dem ereignisreichen Großen Preis von Monaco kann laut Todt trotz des erneut ausgebliebenen Erfolgs keine Rede sein. "Wir werden harmonisch bleiben", sagte der Franzose.
Todt äußerte auch Verständnis für Barrichellos Verbitterung, nahm zugleich aber Rekordweltmeister Michael Schumacher in Schutz, der sowohl von Bruder Ralf als auch von seinem brasilianischen Teamkollegen wegen seiner Attacken auf dem Stadtkurs heftig kritisiert worden war. "Er liebt es, freie Fahrt zu haben, und das gibt ihm die Möglichkeit, Grand Prix' zu gewinnen", sagte Todt.
Kein roter Sieg seit sieben Rennen
Seit sieben Rennen und dem 10. Oktober 2004 warten Schumacher und die Scuderia allerdings vergeblich auf einen neuerlichen Rennsieg des 36-Jährigen. In der WM-Gesamtwertung liegt er so gut wie aussichtslos mit 37 Punkten Rückstand auf den führenden Spanier Fernando Alonso im Renault (49) auf dem neunten Rang. Auch das Interesse der italienischen Fans ist bereits drastisch gesunken. Hatten im vergangenen Jahr noch 12,48 Millionen Zuschauer in Italien den Klassiker in Monaco verfolgt (Marktanteil: 65,24 Prozent), so waren es am Sonntag nur noch 7,69 Millionen (47,8 Prozent).
Schumi schwört auf seine Kämpernatur
"Aufgeben gibt es bei mir nicht", stellte Schumacher auf seiner Homepage noch einmal klar. Das sei keine Durchhalteparole. "Das ist mein Naturell. Ich bin ein Kämpfer, ich gebe immer alles, bis zum Schluss."
Hoffnung auf einen Erfolg am Sonntag beim Großen Preis auf dem Nürburgring schöpft Schumacher auch aus dem erstmals nur in einem Einzelzeitfahren ausgetragenen Qualifying. "Wir können den Nachteil, den wir dort momentan haben, eventuell durch die Spritmenge etwas abschwächen oder vielleicht sogar ausgleichen. Und dann muss man einfach sehen, dass man eine geschickte Strategie wählt. Für mich jedenfalls ist es immer wieder schön, an den Nürburgring zu kommen."
(apa)
