Dienstag, 24. Mai 2005

Sonntagsfrage in Deutschland: CDU/CSU in der Wählergunst weiter deutlich vor SPD

  • In der Kanzlerfrage liegt Schröder aber weiter vor Merkel
  • 42 Prozent der Deutschen halten am Kanzler fest

In Deutschland liegen die Unionsparteien CDU/CSU und die FDP in der Wählergunst bundesweit weiter mit großem Abstand vor den Regierungsparteien SPD und Grüne. Bei der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag der Hamburger Illustrierten "stern" sowie des Fernsehsenders RTL fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche zwar um einen Punkt auf 45 Prozent. Die FDP kommt unverändert auf 9 Prozent, sodass Schwarz-Gelb eine stabile Mehrheit von 54 Prozent hätte.

Die Werte für die SPD (28 Prozent) und die Grünen (8 Prozent) änderten sich nicht, mit zusammen 36 Prozent liegen sie 18 Prozentpunkte hinter Union und FDP. Die PDS stieg um einen Punkt auf 5 Prozent, für "sonstige Parteien" würden sich ebenfalls 5 Prozent der Deutschen entscheiden.

In der Kanzler-Präferenz liegt Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) allerdings 12 Prozentpunkte vor seiner voraussichtlichen Unions-Herausforderin Angela Merkel. 42 Prozent der Deutschen wollen Schröder als Kanzler sehen, für Merkel entschieden sich 30 Prozent. Keinen von beiden wollen 28 Prozent der Bundesbürger in diesem Amt sehen.

Datenbasis: 2003 repräsentativ ausgewählte deutsche Bundesbürger vom 17. bis 20. Mai. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Auftraggeber: "stern" und RTL, Quelle: Forsa.

ARD-Umfrage
CDU und CSU liegen einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter deutlich vor der SPD. Wäre diesen Sonntag Bundestagswahl, würden 46 Prozent der Befragten für die Union stimmen, ergab am Montag eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD. Die SPD habe sich um einen Prozentpunkt auf 30 Prozent verbessert, seit SPD-Chef Franz Müntefering nach der Wahlniederlage am Sonntagabend ein Vorziehen der Bundestagswahl ankündigte.

FDP und Grüne kommen der Umfrage zufolge auf je sieben, die PDS auf fünf Prozent. Zugleich sprachen sich 43 Prozent der Befragten für ein Regierungsbündnis von Union und FDP aus. 39 Prozent der Befragten votierten für eine große Koalition, 29 Prozent für eine Unionsregierung und 25 Prozent für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition. Geht es allein um die Kanzlerfrage, liegt dagegen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) deutlich vor CDU-Chefin Angela Merkel: Er kommt auf 42 Prozent, sie auf 34. (apa/red)

24.5.2005 08:51