Montag, 23. Mai 2005

Nordrhein-Westfalen: CDU-Wahlsieger Jürgen Rüttgers dämpft die Erwartungen

  • Politiker sagt: "Wir sind in einer schwierigen Lage"

Nach seinem triumphalen Wahlsieg hat der künftige Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, die Erwartungen seiner Wähler gedämpft. "Wir sind in einer schwierigen Lage in Nordrhein-Westfalen. Wir haben 110 Milliarden Euro Schulden. Es gibt kein Geld, wo man jetzt die großen Programme mit auflegen kann", sagte der CDU-Politiker in einem Interview des Westdeutschen Rundfunks.

Die Wende zum Besseren werde nur zu schaffen sein über "über mehr arbeiten, über Ärmel aufkrempeln und über den Abbau von Bürokratie", betonte der 53-Jährige. Dabei hob er hervor, dass die angekündigte Entbürokratisierung nicht zwangsläufig zum Arbeitsplatzabbau in der öffentlichen Verwaltung führen müsse. "Es geht nicht um Entlassung. Wir haben an anderer Stelle zu wenig Leute", sagte er. So könnten Verwaltungsfachleute Polizisten und Lehrern Verwaltungsarbeit abnehmen, sodass diese mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit hätten. (apa)

23.5.2005 14:27