Japanische Geisel im Irak angeblich tot: Bilder der Leiche im Internet veröffentlicht
- Gefangener soll seinen Verletzungen erlegen sein
- Japan: Vorfall ohne Auswirkungen auf Irak-Einsatz
Ein im Irak verschwundener Japaner ist angeblich tot. Japanische Medien berichteten, die irakische Extremisten-Gruppe Ansar al-Sunna habe bekannt gegeben, dass der kürzlich entführte Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma Akihiko Saito an den Verletzungen gestorben sei, die er bei seiner Entführung erlitten hatte.
Die Regierung in Tokio konnte zunächst nicht bestätigen, dass es sich bei einem auf der Internetseite der Gruppe abgebildeten blutüberströmten Mann tatsächlich um Saito handelt.
Der japanische Verteidigungsminister Yoshinori Ohno hatte zuvor erklärt, die Geiselnahme habe keine Auswirkungen auf den Einsatz der 550 japanischen Soldaten im Irak. Seit 2003 wurden sechs Japaner im Irak als Geiseln genommen worden. Einer wurde enthauptet, fünf kamen frei.
Die Extremistengruppe Ansar al Sunna hat nach eigenen Angaben ihre japanische Geisel erschossen. Die Gruppe veröffentlichte im Internet ein Video, das ihren Angaben zufolge die Leiche des 44-jährigen Akihiko Saito zeigt. In dem Video waren auch der Pass und andere Papiere des Japaners zu sehen, der seit dem 8. Mai im Irak vermisst wurde. Saito ist eine ehemaliger Fallschirmjäger und Veteran der französischen Fremdenlegion. (apa/red)
