Donnerstag, 26. Mai 2005

Babys & Kleinkinder missbraucht: Polizei in Spanien zerschlägt Kinderschänderbande

  • Grausam: Opfer der fünf Männer waren maximal fünf!
  • Täter im Alter von 23 bis 43 Jahren haben alles gefilmt

Die spanische Polizei hat eine Bande von Kinderschändern zerschlagen, die sich auch an Babys vergangen haben soll. Fünf Männer, darunter zwei Computerexperten, wurden festgenommen. Sie stünden im Verdacht, Dutzende von Babys und Kindern im Alter von bis zu fünf Jahren sexuell missbraucht zu haben, teilte die Polizei am Donnerstag in Madrid mit. Alle Opfer seien Buben gewesen.

Die Verdächtigen im Alter von 23 bis 43 Jahren hätten die Schändung der Kinder gefilmt und die Aufzeichnungen über interne Internetkanäle vertrieben. Einer von ihnen habe sich als Babysitter angeboten, um an Kinder heranzukommen. Innenminister Jose Antonio Alonso sagte: "Ich war viele Jahre Richter gewesen, aber ich habe noch nie Aufnahmen von einer solchen Brutalität und Perversion gesehen."

Die Festnahmen erfolgten in den Städten Murcia in Südostspanien, in Barcelona und in Orense im Nordwesten des Landes. Den Männern wurden Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und Verbreitung von Kinderpornografie zur Last gelegt. Nach Vermutungen der Polizei hatten die Eltern einiger Opfern möglicherweise dem Missbrauch ihrer Kinder zugestimmt.

Der Madrider Ombudsmann für Minderjährige, Pedro Nunez Morgades, forderte, die Päderasten zur gesetzlich vorgesehenen Höchststrafe zu verurteilen. Er äußerte sich überrascht, dass Aufnahmen vom Missbrauch von Kindern in Spanien nicht nur "konsumiert", sondern auch produziert werden.

Die Polizei war der Bande dadurch auf die Spur gekommen, als die Beamten in einem der aufgenommenen Filme in der Hand eines missbrauchten Kindes eine Bahnfahrkarte aus Madrid entdeckten. Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass solche Aufnahmen im Ausland hergestellt würden.

500 Festnahmen nach weltweiter Razzia
Bei einer weltweiten Großrazzia gegen Kinderpornografie im Internet sind nach spanischen Angaben vermutlich bis zu 500 Menschen festgenommen worden. Unter Leitung der spanischen Polizei wurden am Mittwoch zeitgleich Wohnungen in Spanien, Frankreich, Italien, Schweden, den Niederlanden, Chile, Argentinien, Panama, Costa Rica, Mexiko, der Dominikanischen Republik und Uruguay durchsucht.
(apa)

26.5.2005 19:35