Brutales Attentat: Ex-Yukos-Manager vor Haus mit Maschinengewehr beschossen
- Schwer verletzt - Burow im Krankenhaus operiert
Ein Regionalchef der ehemaligen Yukos-Tochter Yuganskneftegas ist bei einem Attentat schwer verletzt worden. Sergej Burow sei am Donnerstagmorgen in der sibirischen Stadt Neftejugansk mit einem Maschinengewehr beschossen worden, als er sein Haus verließ, berichteten russische Nachrichtenagenturen.
Er sei umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er operiert werde. Burow ist seit Dezember 2002 Regionaldirektor des Unternehmens und ist zugleich Vorsitzender der Regionalgruppe der Kreml-treuen Partei Einiges Russland.
Yuganskneftegas war im Dezember 2004 im Zuge der Zerschlagung des Yukos-Konzerns zwangsversteigert worden. Sie ging an die bis dahin unbekannte Baikal-Finanzgruppe, welche danach vom staatlichen Ölkonzern Rosneft gekauft wurde. Das Geschäft wurde scharf kritisiert, weil sich der Kreml Yuganskneftegas damit praktisch einverleibte und seine Kontrolle über die Energiequellen des Landes stärkte.
Ex-Yukos-Chef Michail Chodorkowski steht derzeit wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor Gericht. Am Montag vergangener Woche hatte die Urteilsverkündung begonnen. Bis Mittwoch hatte die Richterin erst die Hälfte des Urteils verlesen.(apa/red)
