Flüchtlingsdrama vor Küste Italiens: Boot mit Immigranten geht in Nacht unter
- Fischer können elf Menschen retten, mind. zwei ertrinken
- Humanitäre Notlage in Aufnahmelagern auf Lampedusa
Bei dem Untergang eines Flüchtlingsbootes in den Gewässern zwischen Sizilien und Libyen sind in der Nacht auf Mittwoch mindestens zwei Menschen gekommen. Nach Angaben des italienischen Staatsfernsehens RAI konnten einige Fischer elf Immigranten retten. Sie wurden in ein Aufnahmelager auf der sizilianischen Insel Lampedusa gebracht. Nach weiteren Opfern des Unglücks wurde zunächst noch gesucht.
In den vergangenen Wochen waren über 1.000 Flüchtlinge auf Lampedusa gelandet. Katastrophale Zustände herrschen im Aufnahmelager der Insel, in der die meisten aufgegriffenen Immigranten untergebracht wurden.
Die Menschenrechtsorganisation amnesty international mahnte, die Rechte der hunderten Flüchtlinge zu respektieren. Sie rief Italien auf, die internationalen Verpflichtungen in punkto Asylrecht zu erfüllen. "Diese Menschen sind Opfer von kriminellen Menschenschmugglern", sagte ein Sprecher der Organisation. Die sizilianischen Behörden baten Rom um Unterstützung bei der Bewältigung der humanitären Notlage.(apa/red)
