Zwei Autobomben im Irak explodiert: Mindestens zehn Todesopfer bei Attentaten
- Südlich von Kirkuk: Lieferwagen explodierte vor Gebäude
- Ebenfalls Anschlag vor einem Restaurant in Bagdad
Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Bagdader Restaurant sind am Montag mindestens mindestens vier Menschen getötet worden. Das berichteten Augenzeugen in der irakischen Hauptstadt. Die Zahl der Opfer könne sehr viel höher sein, weil das Lokal zur Mittagszeit sehr gut besucht gewesen sei.
Der Sprecher des Innenministeriums, Adnan Abdel-Rahman, sagte, nach ersten Berichten seien "viele" Menschen getötet und verletzt worden seien. Mindestens 14 weitere Autos seien zerstört worden. Die Explosion ereignete sich im Stadtteil Talibiya im Osten der irakischen Hauptstadt. Dieser ist nach Angaben des US-Senders CNN überwiegend von Schiiten bewohnt.
Nach Berichten von Augenzeugen und aus Krankenhäusern wurden mehr als 70 weitere Menschen verletzt. Mehrere geparkte Autos gerieten in Brand, Leichen lagen auf der Straße. Nach Angaben eines Polizeisprechers treffen sich in dem Restaurant üblicherweise Polizisten zum Mittagessen.
Zuvor waren bei einer anderen Autobombenexplosion in der nordirakischen Stadt Tus Churmatu sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, brachte ein Selbstmordattentäter den Sprengsatz in seinem Fahrzeug vor dem Gemeindeamt zur Detonation, das von kurdischen Kämpfern bewacht wurde. Er riss vier Peschmerga-Milizionäre der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) und einen Zivilisten mit in den Tod. 18 weitere Iraker wurden verletzt.
In Bagdad erschossen Aufständische am Morgen einen Sicherheitsberater der Regierung auf seinem Weg zur Arbeit. Das teilte die Übergangsregierung mit.
Bei einer am Sonntagabend begonnenen Großoffensive gegen Aufständische im Westen Bagdads nahmen irakische und amerikanische Truppen nach CNN-Angaben eine "erhebliche Anzahl von Terrorverdächtigen" fest.
(apa)
