Serie von Alpinunfälle: Osttiroler am Großglockner von Stein erschlagen
- Brocken zerschmetterte sogar Helm des Verunglückten
In Kärnten hat es am Wochenende eine ganze Serie von Alpinunfällen gegeben. Am Sonntag ereignete sich auf dem Großglockner ein Bergunglück mit tödlichem Ausgang. Ein Osttiroler wurde in der Pallavicini-Rinne von einem Stein erschlagen.
Der 46 Jahre alter Mittelschullehrer aus Dölsach bei Lienz war Sonntag in der Früh mit einem Begleiter in Richtung Großglockner-Gipfel aufgestiegen. Gegen 9.30 Uhr befanden sich die zwei Kletterer in der Pallavicini-Rinne, als sich ein Stein mit rund 20 Zentimeter Durchmesser löste und den Osttiroler am Kopf traf. Der Stein schlug mit solcher Wucht auf, dass dem Mann auch sein Schutzhelm nichts nützte. "Den Helm hat es total zerbröselt", sagte ein Beamter des Postens Heiligenblut der APA.
Der Bergkamerad des Verunglückten stieg aus der Rinne ab, um Hilfe zu holen. Er geriet dabei in eine Steinlawine, die ihn ein Stück weit mitriss. Dabei verlor er seinen Rucksack, in dem sich auch sein Mobiltelefon befand. Dadurch konnte er erst zu Mittag die Gendarmerie verständigen. Die Leiche des Osttirolers wurde vom Hubschrauber zu Tal gebracht, er war nach dem Steinschlag sofort tot gewesen. Es war bereits das zweite Opfer am Glockner an diesem Wochenende. Erst am Samstag war ein 61 Jahre alter Salzburger beim Aufstieg an einem Herz -Kreislaufversagen gestorben.
Am Nachmittag gerieten zwei deutsche Urlauber im Glocknergebiet in Bergnot, sie wurden vom Hubschrauber geborgen. (apa)
