Freitag, 27. Mai 2005

Makaberer Selbstmord eines Innsbruckers:
Mann wollte sich in Supermarkt erstechen

  • 42-Jähriger rammte sich Messer in Bauch und Rücken
  • Überlebenschancen des Mannes nach Not-OP fraglich

Dramatische Szenen haben sich Freitag früh in einem Innsbrucker Einkaufszentrum abgespielt: Ein 42-jähriger Mann versuchte sich mit einem Messer das Leben zu nehmen. Nach Angaben der Polizei ist sein Überleben nach einer Notoperation fraglich.

Der Innsbrucker nahm gegen 8.30 Uhr in der Filiale einer Supermarktkette zunächst ein kleines Messer aus einem Regal, warf dieses jedoch wieder weg. Anschließend griff er zu einem 26 Zentimeter langen Küchenmesser, legte sich mit dem Rücken auf den Boden und rammte sich das Messer mindestens sechs Mal in den Bauch und in die Brust.

Eine Augenzeugin hatte zunächst geglaubt, dass es sich um eine gestellte Szene für die TV-Serie "Versteckte Kamera" oder einen makabren Scherz handle. Sie reagierte erst, nachdem sie große Blutmengen bemerkte. Kunden und Geschäfts-Mitarbeiter leisteten in der Folge Erste Hilfe.

Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Mann in die Klinik gebracht, wo eine Notoperation durchgeführt wurde. Der Grund für den Selbstmordversuch war vorerst unbekannt, dürfte jedoch mit einer psychischen Krankheit in Zusammenhang stehen.
(apa)

27.5.2005 13:39