Mit Horrorfilm gefügig gemacht: Mann wollte Neunjährigen sexuell missbrauchen
- 32-Jähriger nahm Kind von Spielplatz in seine Wohnung
- Obersteirer erst im November aus Haft entlassen
Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ist dieser Tage ein einschlägig vorbestrafter Obersteirer verhaftet worden. Wie am Donnerstag bekannt wurde, soll der 32-Jährige einen Neunjährigen mit einem Horrorfilm gefügig gemacht und dann versucht haben, sich an ihm zu vergehen. Erst drei Wochen nach der Tat vertraute sich der Bub seinen Eltern an. Der mutmaßliche Täter, der erst im November nach einer Freiheitsstrafe entlassen worden ist, befindet sich Anfang der Woche in Haft.
Der 32-Jährige soll den Neunjährigen auf einem Spielplatz in Kapfenberg angesprochen und ihn unter einem Vorwand in die Wohnung seiner Schwester gelockt haben. Nach Angaben der ermittelnden Beamten hat sich der mutmaßliche Täter dort mit dem Buben zuerst einen Sex-Film angesehen, danach einen Horrorfilm, in dem einem Mann das Gesicht verbrannt wird. Damit habe er versucht, den Buben einzuschüchtern.
Als der Mann schließlich versuchte, sich an dem Neunjährigen zu vergehen, wehrte sich sein Opfer so heftig, dass der Obersteirer den Buben zu würgen begann. Genau in dem Moment kam der Lebensgefährte der Schwester nach Hause und dürfte damit den Neunjährigen vor einem Martyrium bewart haben. Gemeinsam mit dem mutmaßlichen Kinderschänder brachten der Mann den Buben auf den Spielplatz zurück, wo ihn seine Mutter bereits suchte.
Erst drei Wochen später kam die Wahrheit ans Licht, als sich der Neunjährige seiner Mutter anvertraute. Am Dienstag wurde der 32-Jährige verhaftet und in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Erst im November des Vorjahres war der Mürztaler nach Verbüßen einer achtmonatigen Haftstrafe entlassen worden. Der Steirer soll sich gemeinsam mit seinem Stiefvater, der ihn angeblich ebenfalls sexuell missbraucht hatte, an drei Jugendlichen vergangen haben. Sein Stiefvater befindet sich noch in Haft.(apa/red)
