Österreich setzt auf Touristen aus dem fernen Osten: Chinesen sind konsumkräftig
- 2004 besuchten 600.000 chinesische Touristen Europa
Die Chinesen haben die Außenwelt entdeckt, und viele haben dank des Wirtschaftsbooms im Reich der Mitte nun auch das nötige Kleingeld zum Reisen. Österreich zählte 2004 237.000 Nächtigungen durch chinesische Touristen - und stellt die Weichen, um vom aktuellen Reiseboom verstärkt zu profitieren.
28,8 Millionen Chinesen reisten im Vorjahr ins Ausland, 600.000 von ihnen besuchten Europa - meist nach dem Motto "10 Länder in 10 Tagen", wobei Frankreich, Deutschland und Italien die beliebtesten Reiseziele sind. Die Flugkapazitäten steigerten sich um 80 Prozent. Auch die AUA baute jüngst ihr Flugnetz nach China weiter aus. Touristiker sprechen von einem "enormen Preiskampf der Airlines". Eine Woche Vollpension in Europa wird chinesischen Touristen schon um 750 Euro angeboten.
Einkaufen hat Priorität
Einkaufen steht auf der Prioritätenliste ganz oben, Unterhaltung und gutes Essen haben ebenfalls hohen Stellenwert. 5.000 US-Dollar dürfen sie ausführen, das Kreditwesen ist im Entstehen begriffen. Europa wird als "riesiges Warenhaus" gesehen, und "Österreich gehört in die Musikabteilung", so Josef Stockinger vom Austrian Tourist Office in Peking.
Verrückt nach Sisi
Das Event Marketing von Schönbrunn will mit imperialem Angebot punkten. "Die Chinesen sind verrückt auf Sisi und 'Sound of Music'", so Peter Hosek, Chef von Image Performing Arts Promotion. Seit 1998 werde daher die "Marke Kaiser" - Hofburg, Schönbrunn, Tiergarten Schönbrunn - intensiv beworben. (apa)
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