Freitag, 20. Mai 2005

Sie ist schüchtern: Frauen wagen beim Kennenlernen selten den ersten Schritt

  • Nicht einmal die Hälfte würde Mann ansprechen
  • Zwei Drittel der Männer finden weibliche Initiative gut

Frauen wagen beim Kennenlernen selten den ersten Schritt. Nicht einmal die Hälfte der allein stehenden Frauen würde einen Mann in der Öffentlichkeit ansprechen, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten GfK-Studie im Auftrag der Online-Partnervermittlung match.com heißt. Zwei Drittel der befragten Männer fanden es "ausdrücklich gut", von einem weiblichen Single angesprochen zu werden.

Die Frauen "denken mehrheitlich, es sei für weibliche Singles nach wie vor gesellschaftlich verpönt, den ersten Schritt zu tun", sagte Gesine Haag von match.com. Die Umfrage spiegele auch die Angst der Frauen wider, das männliche Objekt der Begierde könnte den Annäherungsversuch brüsk zurückweisen. Bei immerhin jedem fünften Mann seien aktive Single-Frauen so erfolgreich gewesen, dass der Funke übersprang.

Jede Menge Vorurteile...
Laut der Umfrage unter rund 1.000 Personen sind viele Vorurteile in punkto Kennenlernen hauptsächlich in den Köpfen der Frauen verankert. So glaubte im Gegensatz zu den Männern fast die Hälfte der weiblichen Befragten, dass interessante Singles eigene Initiative nicht nötig hätten. Auch das Vorurteil, nur verzweifelt suchende Frauen würden von sich aus den ersten Schritt tun, teilte ein Drittel der weiblichen Befragten. Von den Männern waren nur zwölf Prozent dieser Ansicht. Von den männlichen Befragten erachteten es 88 Prozent für gesellschaftsfähig, sich von Frauen in der Öffentlichkeit ansprechen zu lassen.
(apa/red)


20.5.2005 10:14