Donnerstag, 19. Mai 2005

Neue Zahntechnik: Ein Laser soll das Lächeln so richtig zum Strahlen bringen

  • Weißes Gebiss ohne Verletzung der Zahnoberfläche
  • Julia-Roberts-Lächeln kostet 500 bis 1.000 Euro

Ein strahlend-weißes Lächeln - und das nicht auf Kosten einer Zahnoberflächen-Verätzung: Das verspricht eine neue, unter österreichischer Federführung entwickelte Lasertechnik, die am Donnerstag in Barcelona vorgestellt wird. Die neue Methode ist zwar teuerer als herkömmliche Bleichungsverfahren, würde aber im Gegensatz zu jenen den Zahnschmelz nicht schädigen, verspricht zumindest Univ.-Prof. Dr. Andreas Moritz von der Wiener Universitätszahnklinik.

Wer sich künftig sein "Julia-Roberts-Lächeln" käuflich erwerben möchte, muss allerdings die Zähne zusammenbeißen und tief in die Tasche greifen: 500 bis 1.000 Euro pro Kiefer kostet die neue Art der Zahnaufhellung. Mittels eines laut einer Presseaussendung bereits erprobten Hard-Laser-Gerätes soll hier die zur Bleichreaktion nötige Aktivierung der Sauerstoffradikale schlagartig durch die zugeführte Laser-Energie erfolgen. Die lange, schädigende Einwirkzeit eines Bleaching-Gels entfalle.

Toll bei Zahnverfärbungen
Bewährt habe sich dieses Verfahren auch bei Zahnverfärbungen, etwa durch Rauchen, Kaffee-, Tee-, Cola- oder Rotweingenuss, welche mit einer Bleichungsmethode nicht aufgehellt werden konnten. Einziger Wermutstropfen: Das Zahnaufhellen mittels Laser wird derzeit erst von etwa 50 Zahnärzten österreichweit angeboten.
(apa/red)


19.5.2005 09:04