Dienstag, 17. Mai 2005

"Konsument"-extra zeigt: Jede zweite Abmagerungskur Gefahr für Gesundheit

  • 90 aktuelle Abnehmprogramme wurden kritisch geprüft
  • Gesundheitsgefährdend: Low Carb & South Beach-Diät

Langsam, aber stetig haben sie sich eingeschlichen: die Speckpölsterchen auf Hüfte und Bauch. Doch wer abnehmen will, hat die Qual der Wahl, denn das Angebot an Abspeckprogrammen ist riesig. Gewohnt kritisch prüft und bewertet das neue "Konsument"-extra "Schlank: Gewusst wie!" 90 aktuelle Abnehmprogramme, darunter Mischkost-, Low-Fat-, Low-Carb-, Glyx- und Psychodiäten sowie Schlankheitskuren aus dem Internet. Ernüchterndes Ergebnis des Diäten-Tests: Nur elf Programme sind uneingeschränkt empfehlenswert, weitere achtzehn sind zumindest einen Versuch wert. Doch die meisten Abmagerungskuren machen eher krank als schlank.

Die Testsieger im Diäten-Vergleich haben eines gemeinsam - sie setzen auf ausgewogene, energiereduzierte Mischkost: Reich an wertvollen Kohlenhydraten, moderat beim Eiweiß und sparsam mit Fett. Damit speckt man zwar langsam, dafür aber dauerhaft und gesund ab. Wer sich also Zeit zum Abnehmen nimmt, ist etwa mit "Schlank ohne Diät" oder "Die neue Fit for Fun Diät" gut beraten. Empfehlenswerte Konzepte gibt`s auch im World Wide Web: Bei www.xx-well.com, www.surfmed.at oder www.novafeel.de erhalten Abnehmwillige individuelle, kostenpflichtige Ernährungs- und Bewegungstipps per Mausklick.

Hände weg von "South Beach" und "Low Carb"
Hände weg heißt es hingegen bei den derzeit so angesagten Diäten wie "South Beach" oder "Low Carb" - sie propagieren viel Fett und Eiweiß, dafür - "low carb" - wenig Kohlenhydrate. "Solche Schlankheitskuren sind meist sehr einseitig und ein Risiko für die Gesundheit jedes Abnehmwilligen", warnt "Konsument"-Ernährungsexpertin Nina Siegenthaler. Ebenfalls nicht empfehlenswert für eine gesunde Gewichtsreduktion: Fastenkuren, Psycho-, Trennkost-, Blutgruppen- sowie kohlenhydrat- oder eiweissreiche Diäten. Insgesamt entspricht mehr als die Hälfte der getesteten Abmagerungskuren nicht den allgemein anerkannten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).


17.5.2005 12:08