Mittwoch, 18. Mai 2005

Kräftiger Nettogewinn: Gute Zahlen für
die Telekom Austria im ersten Quartal

  • Betriebsergebnis stieg um 27,7 % auf 173,7 Mio. Euro
  • TA plant Einstieg beim Handynetzbetreiber Mobtel

Die Telekom Austria (TA) hat im ersten Quartal 2005 beim Nettogewinn kräftig zugelegt. Für das Gesamtjahr rechnet der Ex-Monopolist, der einen Einstieg in Bulgarien und Serbien plant, mit einem leichten Umsatzplus und einer Steigerung des Nettogewinns um mindestens 25 Prozent, so TA-Generaldirektor Heinz Sundt am Mittwoch.

Im ersten Quartal stieg der Nettogewinn - dank niedrigerer Nettozinsaufwendungen, der Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) und eines Einmalgewinns in Höhe von 13,1 Millionen Euro u.a. aus dem Verkauf eines UMTS-Frequenzpaketes an T-Mobile - um 63,6 Prozent auf 115,7 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 1,004 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs um 27,7 Prozent auf 173,7 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 436,3 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie stieg von 0,14 auf 0,23 Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter ging im Durchschnitt der Periode im ersten Quartal von 13.920 auf 13.269 Beschäftigte zurück. Heuer sollen weitere rund 100 Mitarbeiter vor allem über den natürlichen Abgang abgebaut werden. In den vergangenen Jahren hatte der Ex-Monopolist mehr als 5.000 Mitarbeiter vor allem im Festnetzbereich abgebaut.

Die Nettoverschuldung des Ex-Monopolisten ging mit 1,897 Milliarden Euro per Ende März 2005 gegenüber 1,974 Milliarden Euro per Ende Dezember 2004 weiter zurück - trotz der Bezahlung der Kaufoptions-Prämie in Höhe von 80 Millionen Euro für die geplante Übernahme des bulgarischen Mobilfunkbetreibers MobilTel. Der Deal, dessen Abschluss spätestens anfang des vierten Quartals 2005 erwartet wird, soll "möglichst zügig" finalisiert werden, betonte Sundt.

TA plant Einstieg bei Mobtel
Neben Bulgarien plant die TA über ihre Mobilfunktochter Mobilkom Austria, die neben Österreich auch in Kroatien, Slowenien und Liechtenstein tätig ist, derzeit auch eine Mehrheitsübernahme des serbischen Handynetzbetreibers Mobtel. An dieser ist seit kurzem auch das österreichische Konsortium um die Industriellen Martin Schlaff, Josef Taus und Herbert Cordt beteiligt.
(apa/red)

18.5.2005 13:09