Freitag, 20. Mai 2005

Der Firefox-Kult: Ein 19-Jähriger sorgt mit seinem Browser für die Revolution im Web

  • E-MEDIA: Die Hintergründe zur Firefox-Erfolgsstory
  • 50 Millionen Downloads und schon 10 % Marktanteil

Das hätte wohl niemand für möglich gehalten: dass jemand die Chuzpe haben könnte, am Browsermarkt gegen den Giganten Microsoft anzutreten. Schließlich liegt der Internet Explorer mit seiner Quasi-Monopolstellung um Lichtjahre vor der Konkurrenz.

Ein jugendliches Computergenie hat es dennoch versucht - und lässt Microsoft-Boss Bill Gates nun blass aussehen. Vor wenigen Jahren startete Blake Ross die Entwicklung des Open-Source-Browsers Firefox, der Ende 2004 in der Version 1.0 fertig zum Download stand. Die Folgen: Microsofts IE verliert Monat für Monat Marktanteile - an das Projekt eines Erstsemesters!

Blake Ross gehörte bereits im Alter von 14 Jahren zum weltweiten Programmiererkader des Open-Source-Mozilla-Projekts. Heute ist er Student an der Universität Stanford, treibende Kraft bei der Entwicklung von Firefox und gerade einmal 19 Jahre alt - genauso alt wie Bill Gates, als er Microsoft gründete ...

Der Herausforderer
Kurz nach dem Niedergang von Netscape verleibte sich die Open-Source-Community den Programmcode des Browsers ein. Mit dem Mozilla-Projekt sollte ein neuer, besserer Webbrowser auf Basis von Netscape entstehen. Anfangs war Mozilla aber nur ein Browser für "echte Freaks" - kein Gegner für den IE.

Doch das änderte sich, als Blake Ross sich ernsthaft an die Sache machte. Er tat sich mit Dave Hyatt zusammen, einem früheren Netscape-Programmierer (der heute für Apple arbeitet). Basierend auf Mozilla, wollten sie - im Team mit Ben Goodger - einen stabilen, schnellen und einfach zu bedienenden Webbrowser für jedermann entwickeln. Das war die Geburtsstunde von Firefox.

Der Browser für alle
Bereits einen Tag nach dem offiziellen Firefox-Start Ende 2004 hatten über 1 Million User den Browser heruntergeladen. Bis heute zählt Firefox mehr als 50 Millionen Downloads! Und kaum jemand, der Firefox einmal verwendet hat, macht den Schritt zurück zum Internet Explorer. Neben Computer-Geeks und ideologischen Microsoft-Gegnern verwenden immer mehr "ganz normale" PC-User den Mozilla-Sprössling - und das hat gute Gründe:

  • Mehr Sicherheit: Die Webbrowser-Monokultur auf PCs rund um den Globus ist ein idealer Nährboden für Internetschädlinge aller Art. Da auf fast jedem PC der Internet Explorer läuft, wird der Microsoft-Browser zur Zielscheibe Nummer eins. Firefox hingegen hat bisher kaum Probleme mit Würmern, Viren und Spyware.

  • Mehr Komfort. Das Handling und die Benutzeroberfläche von Firefox sind auch für Gelegenheitsuser sofort verständlich. Mit Komfortfeatures wie Tabbed Browsing, das mehrere Webseiten in einem Browserfenster öffnet, hat Firefox den Internet Explorer bereits weit hinter sich gelassen

  • Offen für Erweiterungen: Egal ob eigene "Skins" (verändern das Aussehen des Browsers) oder Plugins, die neue Funktionen hinzufügen - Firefox zeigt sich offen gegenüber Erweiterungen.

    Die ganze Story lesen Sie in E-MEDIA 11/05!

    20.5.2005 14:31