Mittwoch, 18. Mai 2005

Die Baustelle meines Lebens

Lonely Lugner. Die Beziehungsbilanz eines gebrochenen Mannes. Plus: Wie er jetzt seine Ehe retten will.

Mehr als das Gesicht ist ihm vorerst nicht eingefallen, um die Krise zu meistern: Fünf Kilo hat er in den vergangenen zwei Wochen verloren. Müde wandert sein Blick über den Rohbau seines künftigen Megaplex-Kinos. Über die Baustelle seines Lebens …
Richard Lugner. Hausherr der Shopping-Mall, König der Klatschspalten, Hofnarr der Glitzergesellschaft. Der Beton des gewaltigen Gerippes, aus dem bis Herbst Wiens modernster Filmpalast werden soll, beginnt langsam zu trocknen. Doch der Putz von Lugners Ehe, der bröckelt. „Mausi, wenn ich etwas falsch gemacht habe, verzeih mir!“, fleht Lugner und nimmt im großen NEWS-Interview erstmals zu seiner schweren Beziehungskrise Stellung.

Wir erinnern uns: Es war am 7. Mai, als Lugner mitten in der Nacht ins Wachzimmer Hohe Warte stürmte, den Beamten erklärte, seine Frau Christina hätte ihn bedroht, ihm mit einem Rosenstrauß leichte Armverletzungen zugefügt. Als seine Gattin von der Polizei vorübergehend der gemeinsamen Cottage-Villa verwiesen wurde. Als die Döblinger Regimenter ihren Skandal hatten.

Eisiges Schweigen. Weshalb der Konflikt, der schon seit Wochen schwelte, plötzlich eskaliert war? Lugner, Hauptdarsteller seiner eigenen ATV-Soap-Opera, war mit TV-Team (aber ohne Gattin) im Schlepptau nach Amerika gereist, um seine ausgewanderte Exgeliebte Jeannine Cutter und die gemeinsame Tochter, mittlerweile eine 21-jährige Frau, erstmals zu treffen. Cutter über ihr Gespräch mit dem unerwarteten Gast aus Übersee in einem Interview mit „TV-Media“: „Richard hat mir gesagt, dass seine Ehe in Scherben liegt und es in einem Jahr die Scheidung gibt.“ Erst raste Mausi, doch nach kurzem Rosenkrieg herrscht nun kaltes Schweigen. Richard, verzweifelt: „Sie redet einfach nicht mehr mit mir.“

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18.5.2005 16:54