Mittwoch, 18. Mai 2005

NEWS: Pühringer zeigt sich optimistisch -"Schwarz-Grün ist auch im Bund machbar"

  • Landeshauptmann warnt vor Neuauflage von ÖVP/BZÖ
  • Zu Grasser: Klatschspalten können schädlich sein

In einem Interview mit der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS nimmt der oberösterreichische Landeshauptmann ausführlich zur Bundespolitik Stellung: "Schwarz-Grün geht in Oberösterreich gut. Ich glaube, dass die ideologischen Unterschiede zu den Sozialdemokraten größer sind." Daher sei die "Chance, dass Schwarz-Grün im Bund genauso gut funktioniert wie in Oberösterreich, sicher gegeben."

Zur amtierenden schwarz-orangen Koalition und BZÖ-Chef Jörg Haider findet Pühringer weniger schmeichelhafte Worte: "Sie kennen meine Vorbehalte, die ich immer hatte, zu denen ich stehe. Ich bin erstaunt über Haiders Strategie (zur EU-Volksabstimmung Anm.). Das ist kein Beitrag zu seiner Glaubwürdigkeit." Die blau-orange Parlamentsfraktion wisse "nur zu gut, wie weit man mit Schüssel gehen kann. Es gibt Grenzen. Das weiß Blau-Orange. Wer sich eine regierungszerstörende Aktion im Vorfeld oder während der EU-Präsidentschaft leistet, der kriegt die Rechnung serviert."

Eine weitere Koalition mit Blau-Orange käme jedenfalls nach der nächsten Wahl nicht in Frage: "Ich habe schon 2002 mit Erwin Pröll meine Meinung vertreten: Nämlich klar Nein."

Zur Debatte um Finanzminister Karl-Heinz Grasser meint Pühringer: "Ich bin gegen Moralisieren in der Politik, ich beurteile die Finanzpolitik des Herrn Grasser, nicht sein Privatleben. Aber ganz offen: Ich wähle in der Präsentation des Privatlebens einen anderen Weg. Ich glaube auch nicht, dass es gut ist, dass man in dem Ausmaß in den Klatschspalten vorkommt. Ich glaube sogar, dass das schädlich ist. Ich würde das nicht so machen, denn die Leute sollen den Eindruck haben, dass die Politik ein hartes Geschäft ist und wir nicht von einem Event zum anderen hüpfen und uns dort vergnügen."

Pühringer weiters über Grasser: "Noch empfinde ich ihn nicht als Belastung für die Regierung. Es ist nur seine Art, sein Privates nach Außen zu tragen, nicht der Stil den ich Pflege."

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

18.5.2005 14:09