Inflation sank im Mai auf 2,3 %: Wohnen, Wasser und Energie weiter als Preistreiber
- Verkehr trug vergleichsweise wenig zur Teuerung bei
- Niedrigste Monatsteuerung seit September des Vorjahrs
Die Inflationsrate ist im Mai in Österreich erneut gesunken: Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im vergangenen Monat im Jahresabstand um 2,3 Prozent und ist damit deutlich niedriger als zuletzt (April: + 2,6 Prozent, März + 2,9 Prozent), teilte die Statistik Austria mit. Es ist dies die niedrigste Monatsteuerung seit September 2004.
Der Preisanstieg ist weiterhin vor allem durch die Hauptgruppe Wohnen, Wasser und Energie (+ 6,3 Prozent) verursacht. Relativ wenig hat im Mai die Hauptgruppe Verkehr zur Teuerung beigetragen. Auch der Index für den privaten Verkehr legte vergleichsweise moderat um 2,6 Prozent zu. Gegenüber dem Vormonat - April 2005 - ist das (allgemeine) durchschnittliche Preisniveau um 0,2 Prozent gestiegen, hieß es.
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für die Währungsunion errechnet wird, stieg im Mai für Österreich im Jahresabstand um lediglich 2,0 Prozent und lag damit neuerlich deutlich unterhalb des österreichischen VPI. Die Tendenz blieb aber auch beim HVPI die gleiche. Im April hatte der HVPI um 2,3, im März 2005 um 2,4 Prozent zugelegt. Der Grund für die Unterschiede liegt im unterschiedlichen Abdeckungsbereich der Indizes.
Bei der Jahresinflation verursachten Verteuerungen bei Wohnen, Wasser und Energie (+6,3 Prozent) weiterhin knapp die Hälfte der Inflationsrate. Verantwortlich dafür war der Preisanstieg bei den Betriebskosten (+14 Prozent), bei den Wohnungsmieten (+5,0 Prozent) und bei der Haushaltsenergie (+6,7 Prozent). Bei letzterer sind die flüssigen Brennstoffe um 23 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Mai-Inflation der Eurozone und EU auf 1,9 Prozent gesunken
Die jährliche Inflationsrate der Eurozone und der EU ist im Mai auf 1,9 Prozent gesunken, gegenüber 2,1 Prozent im April. Dies teilte das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg am Donnerstag mit. Im Mai 2004 hatte die Teuerungsrate noch 2,5 Prozent betragen.
Die niedrigsten Teuerungsraten wurden im Mai in Schweden (0,2 Prozent), Finnland (0,6 Prozent), Tschechien (0,9 Prozent) und den Niederlanden (1,1 Prozent) verzeichnet. In Österreich ging die Inflation nach vorläufigen Angaben im Mai auf 2,0 Prozent zurück, gegenüber 2,3 Prozent im April. Am höchsten war die Inflation in Lettland (6,5 Prozent), Luxemburg (3,7 Prozent), Ungarn (3,5 Prozent) und Griechenland (3,2 Prozent).
Am stärksten zogen die Preise für Wohnen, Alkohol, Tabakprodukte und Treibstoffe an. Dagegen hatten Telekommunikation und Bekleidungsartikel den stärksten Einfluss auf Preissenkungen.
(apa/red)
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