Austria vor Wiener Derby vom GAK überholt: Stöger fordert neue Mannschaft"
- Teammanager: Eine, die Heimspiele dominieren kann"
- Kornexl nach Fix-Abstieg: "Es hat an Qualität gefehlt"
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Die zum wiederholten Male von internen Turbulenzen gebeutelte Austria muss vor dem großen Wiener Derby am Donnerstag (18:30 Uhr) gegen den neuen Meister Rapid auch eine weitere sportliche Enttäuschung verarbeiten. Durch das 2:2 am Samstag gegen Sturm Graz fiel das Team des Trainerduos Stöger/Schinkels hinter den gegen Wacker Tirol mit 2:1 siegreich gebliebenen GAK auf Platz drei zurück und zittert nun um das verbliebene Minimalziel "Vizemeister".
Pasching ist durch das 1:1 gegen Admira so gut wie aus dem Rennen um Platz zwei. Bregenz besiegelte mit dem 2:2 in Mattersburg den Abstieg.
Austria-Teammanager Peter Stöger sieht für die kommende Saison Handlungsbedarf: "Das Ziel muss sein, eine Mannschaft aufzubauen, die solche Heimspiele kontrollieren und dominieren kann. Gegen Sturm hat das nur in den ersten 20 Minuten nach der Pause funktioniert." Ein Fixpunkt in Stögers Überlegungen ist der momentan an die Grazer verliehene Stürmer Roland Linz. "Wenn von der Forcierung heimischer Leistungsträger gesprochen wird, dann fällt mir kein besserer in Frage kommender Stürmer als Roland Linz ein. Ich hätte ihn gerne wieder bei der Austria", erklärte der 65-fache Ex-Teamspieler.
Ob Stöger und Schinkels überhaupt an den Austria-Planungen für die Saison 2005/06 beteiligt sind, wird sich wohl erst in den kommenden Tagen entscheiden, wenn Mäzen Frank Stronach in Wien weilt. Auch die Zukunft von Generalmanager Anton Polster in Favoriten steht zur Zeit in den Sternen. In den Herzen der Austria-Fans hat der ehemalige Goalgetter aber einen Fixplatz. Polster stellte sich nach dem Spiel bereitwillig einer Gruppe von Fans, die vor der Klub-Geschäftsstelle erneut "Freiheit für Austria Wien" und den Rückzug von Stronach und Magna gefordert hatten. "Toni Polster, einer von uns", dankten es ihm die Unzufriedenen.
Schachner dankt Sturm Graz
Der neue Zweite und entthronte Titelverteidiger GAK hat es nun in den verbleibenden zwei Partien in der Hand, den "Vize" hinter Rapid zu erreichen. GAK-Trainer Walter Schachner freute sich nicht nur über den Heimsieg gegen die Tiroler: "Ich danke Sturm Graz, denn durch das Remis bei der Austria wird es für uns jetzt um einiges leichter, den zweiten Platz sicherzustellen."
Was die Zukunft von Schachners Kollegen Michael Petrovic bei Sturm betrifft, gibt sich dieser bedeckt und lässt versteckte Kritik an der Klubführung durchklingen: "Sturm ist eigentlich mein drittes Kind, für das ich hart arbeite und gearbeitet habe. Ich habe mit dieser jungen Mannschaft etwas geschafft. Durch die Höhen und Tiefen der vergangen Jahre sollte man gelernt haben, es schaut aber nicht so aus. Die Frage ist auch, wann ich gehen will."
Bregenz-Coach: "Sind sicher ein verdienter Absteiger"
Bei Absteiger Bregenz kann man über alle diese Sorgen wohl nur milde lächeln. Neben verweigerter Lizenz steht nun auch der Abschied aus dem Fußball-Oberhaus endgültig fest. Der Trainer der Vorarlberger, Roland Kornexl, analysierte gefasst: "Wir haben vor der Saison viele Leistungsträger abgegeben. Es wurde eher wahllos am Transfermarkt zugeschlagen. Wir sind sicher ein verdienter Absteiger, wenn man bedenkt, dass wir von der ersten Runde an immer Letzter waren. Schlussendlich hat es an Qualität gefehlt."
(apa)
