Samstag, 21. Mai 2005

Trotz sportlichen Höhenflugs: SC Unter- siebenbrunn scheint finanziell abgestiegen

  • Keine Klage des Vereins gegen Lizenz-Verweigerung
  • Obmann Magyer hofft aber noch auf neuen Geldgeber

Die Abstiegsfrage in der österreichischen Fußball-Red-Zac-Liga könnte nicht nur auf sportliche Weise entschieden werden. Der Tabellenletzte SC Untersiebenbrunn hat auf eine Klage vor dem Ständigen Neutralen Schiedsgericht gegen die Lizenzverweigerung verzichtet und würde damit in der kommenden Saison nicht mehr in der zweithöchsten Spielklasse zu sehen sein. Man hofft aber auf einen Geldgeber und eine Wiederaufnahme des Verfahrens.

Klub-Obmann Werner Magyer klammert sich an diesen Strohhalm. "Wenn ein großer Geldgeber kommt, werden wir die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen", erklärte Magyer, nach dessen Angaben eine diesbezügliche Frist noch rund sechs Wochen laufen soll. Mitte Juli soll aber bereits die neue Meisterschaft beginnen.

Der bei der Bundesliga für die Lizenzierung zuständige Reinhard Herovits konnte die Existenz eines möglichen "Hintertürls" für Untersiebenbrunn nicht bestätigen. "Das ist eine juristische Frage, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass so etwas möglich ist."

Im Gegensatz zu den Niederösterreichern, die aus den vergangenen fünf Partien 13 Punkte holten und bereits punktegleich mit dem Neunten Gratkorn sind, haben SW Bregenz und Wörgl gegen die Lizenzverweigerung vor dem Ständigen Neutralen Schiedsgericht Klage eingereicht. Die Entscheidung fällt spätestens am 31. Mai. (apa)

21.5.2005 16:56