Sonntag, 22. Mai 2005

Riesenblamage für den neuen Meister: Rapid Wien geht in Salzburg mit 1:4 unter!

  • Höchster violetter Sieg und höchste Rapid-Niederlage
  • PLUS: Austria 2:2 gegen Sturm, GAK neuer Zweiter

Der neue Meister Rapid Wien musste in der 34. Runde eine ebenso überraschende wie blamable Niederlage einstecken. In Salzburg setzte es für die Grün-Weißen eine 1:4-Pleite. Es war dies die höchste Rapid-Niederlage und der höchste Salzburg-Sieg der Saison. Mit dem Ergebnis gelang auch die Revanche für das 0:5-Debakel vor zwei Wochen in Wien.

Die nur teilweise erzwungene Aufstellung der Hütteldorfer ließ von Beginn an nicht all zu viel erwarten, fehlten doch neben Martin Hiden und Katzer auch Ivanschitz, Kincl, Lawaree, Dosek und blieb Kapitän Hofmann (gemeinsam mit Sturm) zur Pause in der Kabine. Immerhin warten auf den Champion zwei Mal die Austria (u.a. im Cupfinale) und auswärts noch der GAK. Für sie kamen die Bundesliga-Debütanten Kavlak (16 Jahre) und Lenko (20) ins Spiel und schließlich durfte auch Gartler (für den enttäuschenden und auf sich allein gestellten Kienast) mitspielen.

Zwei Standardsituationen brachten die Hausherren 2:0 in Front. In der 13. Minute köpfelte Mrdakovic (zweites Saisontor) eine Freistoßflanke von Scharrer ziemlich unbehindert zum 1:0 ein (Auch Payer hatte sich auf die falsche Seite orientiert) und in der 51. war Christoph Jank bei einem weiteren Freistoß von Scharrer zu seinem ersten (Kopfball)-Treffer seit zwei Jahren erfolgreich.

Der dritte Streich ging auf das Konto des starken Seo, der einen Konter mit Idealpass von Öbster erfolgreich abschloss (81.). Den Salzburger Schlusspunkt setzte der eingewechselte Tomic nach Flanke von Seo mit dem Kopf (91.). Damit hatten die Gastgeber nicht nur ihre ersten Saisontore gegen die Hütteldorfer erzielt, sondern obendrein die Erfolgsserie des Meisters (sieben Siege, ein Remis) beendet.

Ehrentreffer durch Garics in Nachspielzeit
Rapid kam schließlich noch in der 96. Minute durch Garics nach Freistoß von Martinez zum einzigen Tor. Vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste nur eine Möglichkeit (Feldhofer verköpfelte nach Sturm-Freistoß) und waren nach der Pause auch nicht viel gefährlicher (sehr umstrittene Abseitsentscheidung bei einem Treffer von Gartler), die Salzburger hatten durch Seo noch zwei gute Möglichkeiten.

In der zweiten Hälfte kam es zu einer Spielunterbrechung, als einige der rund 3.500 Rapid-Fans Feuerwerkskörper usw. auf das Feld schleuderten bzw. abschossen. Rapid-Trainer Josef Hickersberger trat in Aktion und "beruhigte" die "Fans". Daher wurden auch sieben Minuten nachgespielt. Salzburger Anhänger protestierten auf andere Weise: Sie entrollten ein Transparent mit den Worten: "Violett-Weiß seit 1933". Sie wollen den Verein nicht auf Blau-Weiß umfärben lassen.
(apa)

22.5.2005 18:30