Double im Visier: Meister Rapid schafft gegen GAK mit 4:1 Einzug ins Cup-Finale
- Grün-Weiße ließen Vorjahressieger kaum eine Chance
- Gesamte nationale Saison im Hanappi ohne Niederlage
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Traumfinale gegen Rapid nach 3:0 gegen FC Kärnten
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der Hütteldorfer 2004/05
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Rekorde, Meilensteine und
Triumphe prägten Verein
Der frische gebackene österreichische Fußball-Meister Rapid Wien hat weiterhin die Chance auf das erste Double seit 18 Jahren. Die Hütteldorfer setzten sich am Dienstag im Halbfinale des Stiegl-Cups gegen den damit gestürzten Titelverteidiger GAK dank zweier Treffer von Kapitän Hofmann (8., 64.) und Traumtoren von Martinez (90.) und Lawaree (94.) klar mit 4:1 (1:0) durch. Die Grazer sind damit neben dem im Vorjahr errungenen Meister- auch den Cup-Titel los.
Die Rapidler scheinen die Meisterfeierlichkeiten vom Wochenende gut verdaut zu haben. Erfolgstrainer Josef Hickersberger setzte mit nur einer echten Spitze in Form von Kincl (Lawaree hatte auf der Bank begonnen) auf kontrollierte Offensive. Doch sein Plan ging voll auf, als Hofmann Kincl gegen die zu weit aufgerückte GAK-Abwehr auf die Reise schickte. Der Tscheche setze Martinez ein, der servierte für den Kapitän und Hofmann bewies, warum er in der deutschen Bundesliga unter anderem bei Wolfsburg hoch im Kurs steht und traf fast perfekt ins rechte Kreuzeck (8.).
In weiterer Folge musste der GAK zwar das Spiel machen, die besseren Chancen hatte aber weiterhin der Rekordmeister. Erst scheiterte der sehr aktive Sturm (14.), der den leicht angeschlagenen Ivanschitz auf der linken Seite ersetzte, dann traf Kincl nach einem energischen Vorstoß von Markus Hiden auf der rechten Seite volley nur die Außenstange (31.). Dazwischen war Standfest dem Ausgleich am Nächsten gekommen, rutschte aber an einer Kopfball-Hereingabe von Muratovic vorbei (20.), nach Seitenwechsel scheiterte Bazina mit einem sehenswerten Fallrückzieher an Rapid-Goalie Payer (60.).
Dann folgte Hofmanns zweiter Streich. Der 24-jährige Deutsche verwertete eine Kopfball-Vorlage von Kincl mit seinem schwächeren linken Fuß (64.). Der Schuss aus 15 Metern schien aber für GAK-Goalie Schranz nicht unhaltbar. Rapid kontrollierte in der zweiten Hälfte die Partie, bis der Meister-Verteidigung ein grober - aber letztlich folgenloser - Schnitzer unterlief. Erst segelte Feldhofer an einer Plassnegger-Flanke vorbei, auch Markus Hiden brachte den Ball nicht weg und der völlig freistehende GAK-Kapitän Ehmanm hat keine Mühe (74.).
Eine Grazer Schlussoffensive - wie schon beim 1:1-Remis am Wochenende im Derby gegen Sturm mit Innenverteidiger Ehmann als Torschützen und Mittelstürmer - blieb unbelohnt. Stattdessen sorgten Martinez, der ansatzlos aus 20 Metern ins rechte Kreuzeck traf, und Lawaree (zuvor war ihm ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt worden), der eine Hiden-Flanke in der Nachspielzeit volley ins Tor schoss, für einen klaren 4:1-Erfolg und stürzten die Rapid-Fans ein weiteres Mal in Freudentaumel. Eine Chance zur Revanche haben die Grazer in der letzten Meisterschaftsrunde am 29. Mai. Einen Tag später steigt die Rapid-Meisterfeier, drei Tage danach das Cup-Endspiel.
Rapid verabschiedete sich mit dem siebenten Pflichtspielsieg in Serie für diese Saison vom Hanappi-Stadion, in der sie in der gesamten Spielzeit auf nationaler Ebene keine einzige Niederlage kassiert hatten. Das Wiener Liga-Derby gegen die Austria bestreiten die Wiener kommende Woche im Ernst Happel-Stadion. Auch der Cup-Finalgegner am 1. Juni heißt Autsria, weshalb auch das Finale im Happel-Stadion stiegen wird.
(apa/red)
