Melzer unterliegt im Finale von St. Pölten: Dreisatz-Niederlage gegen Dawidenko!
- 3:6, 6:2, 4:6 des Niederösterreichers gegen den Russen
- Plus: Alle Ergebnisse vom Tennis-Turnier in St. Pölten
·Alle Ergebnisse des
ATP-Turniers in NÖ
Von der ersten Runde bis zum großen Finale
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Jürgen Melzer muss weiter auf den ersten Turniersieg seiner Karriere warten. Der Niederösterreicher, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feiert, unterlag am Samstag im Finale des mit 323.250 Euro dotierten BTM Power Grand Prix in St. Pölten dem topgesetzten Russen Nikolaj Dawidenko nach 2:15 Stunden mit 3:6,6:2,4:6. Er scheiterte damit auch in seinem zweiten ATP-Tour-Endspiel nach Newport 2003. Dawidenko hat seinen insgesamt fünften Titel gewonnen, den ersten in diesem Jahr.
"Klar bin ich enttäuscht, ich habe mir schon den Sieg ausgerechnet. Wenn man 4:6 im dritten Satz verliert, dann tut das weh", sagte Melzer, der aber versprach, es im Jahr 2006 wieder an der Traisen zu versuchen. Der ÖTV-Daviscupper wäre übrigens der erste österreichische ATP-Turniersieger seit Stefan Koubek (Doha 2003) gewesen.
Melzer startete nervös mit einem Doppelfehler, vermied aber das Break gleich zu Beginn. Zum 2:3 musste er seinen Aufschlag aber doch abgeben und diesem lief er in der Folge nach. Sieben Chancen zum Rebreak konnte er nicht nützen, dann gab er nach 48 Minuten erneut seinen Aufschlag zum 3:6 ab. Im zweiten Satz wendete der noch aggressiver spielende Melzer das Blatt, startete mit einem Break zu Null. Dawidenko konterte zum 1:1, gab aber erneut seinen Aufschlag ab. Melzer gelang das 5:2 bei Aufschlag des Russen und in der Folge der Satzgleichstand.
Als Dawidenko im Entscheidungs-Durchgang mit 3:0 davonzog, bewies Melzer seinen absoluten Siegeswillen und schaffte den Ausgleich zum 3:3. Bei 5:4 gelang dem Zehnten im Champions Race dann das entscheidende Break, er nützte den dritten Matchball. Am Ende hatte Dawidenko in diesem spannend verlaufenen Match auch ein bisserl Glück, einer der Matchbälle war nach einem unerreichbaren Netzroller zu Stande gekommen. "Wenn der auf der anderen Seite hängen bleibt, habe ich Vorteil, aber was solls. Man muss auch sagen, dass Dawidenko nicht umsonst Top Ten im Race ist."
Dawidenko zollt Gegner Respekt
Dawidenko war freilich etwas positiver gelaunt. "Jürgen hat sehr gut gespielt, ich habe sehr viel laufen müssen. Ich habe im Finish etwas mehr riskiert und gewonnen", freute sich der Russe, der in der vergangenen Woche in Hamburg bis ins Halbfinale gekommen war.
Dennoch durfte Melzer mit der Turnierwoche sehr zufrieden sein. Neben den 26.000 Euro für den Finalisten reiste er auch mit der Gewissheit ab, die aktuelle Nummer 13 im Entry-Ranking sehr gefordert zu haben. "Natürlich ist es ein schöner Erfolg, aber im Moment überwiegt noch die Enttäuschung. Aber die letzten zwei Spiele waren in Ordnung."
Für beide Finalisten hieß es nach der Siegerehrung volle Konzentration auf einen der Saisonhöhepunkte, immerhin stehen die French Open vor der Tür. Melzer trifft auf Wayne Arthurs, dem er heuer auf Rasen in Sydney bzw. auf Hartplatz in Memphis jeweils unterlegen ist. Er hofft, dass er erst am Dienstag spielen muss. Allerdings war für Samstagabend im Marchfelderhof noch eine Geburtstagsfeier für den Deutsch Wagramer angesetzt, den ersten Titel wird er hoffentlich bald zelebrieren können.
(apa/red)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
