Nach völlig verpatzter Saison: Roman Wallner in Hannover vor Scheideweg
- Ex-Teamstürmer soll ab Sommer verliehen werden
- "Will endlich wieder spielen und Freude haben"
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Der 19-fache ÖFB-Teamspieler und ehemalige Rapid-Goalgetter Roman Wallner steht nach einer völlig verpatzten Saison beim deutschen Bundesliga-Mittelständler Hannover 96 vor dem fußballerischen Scheideweg. Der 23-jährige Stürmer, der ab Sommer verliehen werden soll, spricht im APA-Interview über die raue Luft im deutschen Profi-Fußball, sportliche Rückschläge und seine Hoffnung auf eine Rückkehr ins österreichische Nationalteam.
APA: Hannover-Manager Ilja Kaenzig hat angekündigt, Sie ab Sommer
zu verleihen und dabei von einem "kleineren Klub" gesprochen. Gibt es
bereits konkrete Kontakte?
Wallner: "Dass ich verliehen werden soll, weiß ich schon seit
längerem. Es gibt Gespräche, aber nichts ganz Konkretes. Ich habe ja
noch bis zum 31. August Zeit. Für mich ist das Wichtigste, dass ich
endlich wieder spielen kann. Ich will die Freude am Fußball zurück
gewinnen. Am Liebsten würde ich natürlich in der Ersten Deutschen
Bundesliga bleiben."
APA: Was waren aus Ihrer Sicht die Hauptgründe dafür, dass es in
Hannover bis jetzt nicht geklappt hat?
Wallner: "Es war eine riesige Umstellung und schwere
Eingewöhnungsphase. Die ersten ein, zwei Monate war ich ziemlich
kaputt, weil viel mehr Trainingseinheiten absolviert wurden. Noch
dazu hat Hannover zu Beginn der Saison erfolgreich gespielt, was es
noch schwerer machte, ins Team zu kommen. Dass es in Deutschland von
Anfang an perfekt funktioniert, dazu gehört auch Glück."
APA: Haben Sie sich von Mannschaft, Trainer und Umfeld manchmal mehr
Unterstützung erhofft?
Wallner: "Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und mir auch
geholfen. Vom Trainer (Ewald Lienen/Anm.) hätte ich mir manchmal mehr
Unterstützung erhofft. Ich hatte nicht sein ganzes Vertrauen, obwohl
er mich geholt hat. Warum, weiß ich nicht."
APA: Wie gehen Sie mit Rückschlägen um? Gab es auch Momente, wo sie
mental am Boden waren?
Wallner: "Sicher ist es manchmal deprimierend. Am Anfang hatte ich
große Hoffnungen. Dann ist man einmal dabei, dann wieder nicht. Aber
das ist nicht nur mir so gegangen. Im Training habe ich immer 100
Prozent gegeben. Mehr ist nicht gegangen."
APA: Haben Sie noch das Ziel Rückkehr ins Nationalteam, speziell die
Heim-EM 2008 im Visier. Besteht Kontakt zu Teamchef Hans Krankl?
Wallner: "Zuerst muss ich wieder spielen, aber sicher ist das Team
immer ein Ziel. Zum Teamchef habe ich überhaupt keinen Kontakt."
(apa)
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