Tägliche Terror-Welle im Irak: Mindestens 17 Personen sterben durch neue Anschläge
- Für US-Truppen fahrende Lkw-Lenker erschossen
- Selbstmordattentäter reißt zwei Polizisten mit in den Tod
Bei mehreren Anschlägen im Irak sind am Dienstag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. In Dujail - 80 Kilometer nördlich von Bagdad - wurden sechs Lastwagenfahrer, die US-Truppen mit Nachschub versorgten, erschossen. Ein Selbstmordattentäter riss am Abend im Osten von Bagdad zwei irakische Soldaten mit in den Tod und verletzte zehn weitere.
In Mosul erschossen Unbekannte den früheren Polizeichef und zwei Polizisten. Zuvor waren in Bagdad bereits zwei Regierungsbeamte und ein schiitischer Prediger Mordanschlägen zum Opfer gefallen. In der Ortschaft Tunis rund 30 Kilometer südlich von Bagdad verschleppten und töteten Unbekannte ein ehemaliges Mitglied der inzwischen verbotenen Baath-Partei und dessen drei Söhne im Alter von 17 bis 25 Jahren.
Eine militante Gruppe hat indes im Internet ein Video veröffentlicht, das die Erschießung von zwei Männern zeigt. Bei ihnen soll es sich um Iraker handeln, die auf US-Stützpunkten arbeiteten. Auf dem von der Ansar-al-Sunna-Armee ins Netz gestellte Video erklärten die beiden, auf Stützpunkten in der westirakischen Provinz Anbar als Lastwagenfahrer beziehungsweise Wartungsmonteur tätig gewesen zu sein.
"Ich rate jedem Iraker, oder Araber allgemein, vom Umgang mit den amerikanischen Truppen ab, denn es ist rechtswidrig", sagte einer der beiden, der sich als Tarek Ammuri vorstellte. Beide Männer saßen mit gefesselten Händen im Freien. Sie wurden mit automatischen Waffen niedergeschossen.
Wann sie entführt und getötet wurden, blieb offen. Die Authentizität des Videos konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Armee der Ansar al-Sunna ("Unterstützer der Lehren des Propheten Mohammed") ist eine der aggressivsten Gruppen der Aufständischen. Sie hat sich zu mehreren Terroranschlägen und Entführungen bekannt. (apa)
