Dienstag, 17. Mai 2005

Organspende für Schwester: US-Todes-kandidat erbittet Aufschub von Hinrichtung!

  • 40-Jähriger sollte am 25. Mai hingerichtet werden

Ein zum Tode verurteilter US-Häftling hat um Aufschub seiner Hinrichtung gebeten, um seiner kranken Schwester die Leber spenden zu können. Der 40-jährige Gregory Scott Johnson reichte am Montag einen entsprechenden Antrag bei den Behörden des US-Bundesstaates Indiana ein.

Bei Johnsons Schwester war drei Wochen zuvor eine nichtalkoholische Steatohepatitis diagnostiziert worden. Nach Angaben der Ärzte würde eine Lebertransplantation ihre Überlebenschance verbessern.

Johnson war 1986 zum Tode verurteilt worden, weil er eine 82 Jahre alte Frau während eines Einbruchs erschlagen hatte. Er soll am 25. Mai um 00.01 Uhr Ortszeit mit einer Giftspritze hingerichtet werden.

Eine Transplantation nach seinem Tod ist deshalb nicht möglich: Die Spritze wird seine Organe vergiften. Eine Sprecherin der Berufungsbehörde von Indiana sagte, ein solcher Antrag sei in dem Amt bisher noch nie eingegangen. Am Freitag soll eine Anhörung zu dem Fall stattfinden. Die Entscheidung soll am Montag gefällt werden. (apa)

17.5.2005 17:07