Montag, 16. Mai 2005

Protest gegen Gaza-Abzug: Jüdische Nationalisten errichten Straßenblockaden

  • 20 Demonstranten von der Polizei festgenommen

Mit Straßenblockaden in Israel haben am Montag jüdische Nationalisten gegen den für den Sommer geplanten Abzug aus dem palästinensischen Gaza-Streifen protestiert.

Die Polizei nahm etwa 20 Demonstranten fest, die den Verkehr nach Jerusalem zeitweise stoppten. An einigen Straßenkreuzungen wurden Reifen in Brand gesetzt. Die Siedler und ihre Anhänger haben damit gedroht, in den kommenden Monaten das öffentliche Leben in Israel zum Stillstand zu bringen. Sie betrachten den Gaza-Streifen als Teil des ihnen in der Bibel zugesicherten Landes.

Die israelische Regierung hat beschlossen, alle 21 jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen und vier Siedlungen im Westjordanland aufzulösen. Im Gegenzug sollen zwei Großsiedlungen im Westjordanland, vor allem Maale Adumim bei Jerusalem, weiter ausgebaut werden. Der geplante Ausbau verstößt gegen den internationalen Friedensfahrplan der Roadmap.

(apa)

16.5.2005 19:25