Montag, 23. Mai 2005

Zwei Biker & Fußgänger: Drei Verkehrstote
innerhalb weniger Minuten in Salzburg!

  • Tulln: Motorradfahrer von einem Metallstück "gepfählt"
  • Amstetten: Nach Zechtour in Glastür gestürzt - tot

Gleich drei Verkehrsteilnehmer starben in der Nacht auf Sonntag, innerhalb weniger Minuten auf Salzburgs Straßen. In der Mozartstadt streifte ein Motorrad eine Baumeinfriedung und überschlug sich. Der mutmaßliche Lenker, ein 24-jähriger Salzburger, und sein 20 Jahre alter Beifahrer dürften laut Polizei sofort tot gewesen sein. In Straßwalchen (Flachgau) wurde ein 18-jähriger Autostopper von einem Pkw erfasst und getötet.

Der Motorradunfall ereignete sich um 2.59 Uhr auf der Neutorstraße im Salzburger Stadtteil Riedenburg. Beide Männer stürzten durch den Anprall vom Fahrzeug. Der Beifahrer, der keinen Helm getragen hatte, prallte mit dem Kopf gegen den Randstein. Aber auch für seinen Freund kam jede Hilfe zu spät.

Zu dem Unfall in Straßwalchen kam es fast zur selben Zeit, gegen 03.00 Uhr. Ein 18-jähriger Lehrling wurde beim Autostoppen von einem Pkw erfasst und getötet. Der 20-jährige Lenker des Wagens, der wie das Unfallopfer aus Straßwalchen stammt, hatte ein vor ihm fahrendes Auto überholt, das wegen des Fußgängers langsamer gefahren war. Dabei muss er den Lehrling übersehen haben.

Alle drei Verkehrsteilnehmer waren von Oberhofen in Richtung Straßwalchen unterwegs. Kurz vor dem Ortsteil Irrsdorf kam es zu dem folgenschweren Zusammenstoß. Der Lehrling befand sich laut Gendarmerie vorschriftsmäßig auf der linken Straßenseite. Er dürfte aber nicht ganz am Fahrbahnrand gestanden sein.

Eine junge Pkw-Lenkerin war auf den Fußgänger aufmerksam geworden und drosselte deshalb das Tempo. Da entschloss sich der 20-Jährige, den Wagen vor ihm zu überholen. "Er hat den Autostopper vermutlich zu spät gesehen, er konnte nichts mehr machen", sagte ein Beamter. Der Teenager wurde zur Seite geschleudert und war offenbar auf der Stelle tot. Keiner der an dem Unfall Beteiligten habe vorher etwas getrunken. "Alkohol war keiner im Spiel", hieß es seitens der Exekutive.

Motorradfahrer von Metallstück gepfählt
Von einem Metallstück seiner eigenen Maschine ist Samstagnachmittag ein Wiener Motorradfahrer nach einem Frontalzusammenstoß im Bereich der Hüfte "gepfählt" und getötet worden. Der 25-Jährige war laut NÖ Sicherheitsdirektion in einer Kurve leicht auf die Gegenfahrbahn geraten und in einen Pkw eines Wiener gekracht, der gerade ein Überholmanöver abgeschlossen hatte.

Der Unfall passierte gegen 16.10 Uhr auf der L 120 im Gemeindegebiet von Königstetten (Bezirk Tulln). Der Autolenker, ein 39-jähriger Wiener, überholte wie andere Fahrzeuge einen Traktor mit Anhänger, reihte sich aber vor einer unübersichtlichen Linkskurve wieder ein. In diesem Moment kam der Biker entgegen und prallte frontal in den Pkw. Der Motorradfahrer erlitt auch schwere innere Verletzungen und verstarb trotz sofortiger ärztlicher Hilfe durch einen Unfallzeugen noch an der Unfallstelle.

21-Jähriger verlor beim Überholen Kontrolle - 57-jähriger Wiener tot
Ein 57-jähriger Wiener ist Samstagabend bei einem Frontalzusammenstoß auf der B8 bei Aderklaa (Bezirk Gänserndorf) getötet worden. Der Pkw-Lenker war laut NÖ Sicherheitsdirektion Richtung Deutsch-Wagram unterwegs gewesen, als ihm der Wagen eines 21-jährigen Wieners entgegenschleuderte, der bei einem Überholmanöver die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte.

OÖ: Autofahrer entdeckten toten Radfahrer in Straßengraben
Autofahrer haben am Samstag die Leiche eines Radfahrers in einem Straßengraben in Allhaming (Bezirk Linz-Land) in Oberösterreich entdeckt. Der 59-jährige Mann aus Ansfelden (Bezirk Linz-Land) war zuvor möglicherweise wegen gesundheitlicher Probleme gestürzt. Er könnte aber auch den Kurvenradius falsch eingeschätzt haben, teilte am Sonntag die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich mit.

Der Radfahrer stürzte gegen 15.00 Uhr beim Einbiegen in eine Landesstraße. Kurze Zeit später wurde der Arbeiter im Straßengraben entdeckt. Einige Autofahrer versuchten Erste Hilfe zu leisten. Aber auch die Besatzung des Notarzthubschraubers "Christophorus 10" konnte den 59-Jährigen nicht mehr retten. Der Gemeindearzt konnte nur den Tod des Radfahrers feststellen.

NÖ: Nach Sturz in Glastür verblutet
Eine 53-jährige Frau aus dem Bezirk Amstetten ist in den frühen Morgenstunden des Samstages laut NÖ Sicherheitsdirektion nach einer ausgiebigen Zechtour mit ihrem Lebensgefährten in ihrem Wohnhaus durch eine Glastür gestürzt und danach verstorben. Die Niederösterreicherin zog sich schwere Schnittverletzungen zu und verblutete trotz Erster Hilfe-Maßnahmen durch den Notarzt. Fremdverschulden konnte nicht festgestellt werden, so die Exekutive. (apa)

23.5.2005 09:19