"Weltklasse" bleibt Illusion: Österreichs Unis liegen international nur im Mittelfeld
- Positives Zeugnis für Wirtschaftsinformatik der Uni Linz
- Ranking: Praxisbezug ist große Schwäche aller Bereiche
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Österreich im weltweiten vergleich nur im Mittelfeld
Vom angestrebten Status der "Weltklasse" sind die österreichischen Unis noch weit entfernt, selbst im Vergleich mit dem deutschsprachigen Ausland rangieren sie nur im Mittelfeld. Das zeigen die Ergebnisse des Rankings deutscher, Schweizer und österreichischer Universitäten, die von der Österreichischen Qualitätssicherungsagentur AQA in Wien präsentiert wurden.
Bei dem Hochschulvergleich wurden heuer die Fachbereiche Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften von über 100 Unis, davon acht aus Österreich, bewertet. Der einzige Bereich, der international im Spitzenfeld liegt, ist die Wirtschaftsinformatik der Universität Linz.
Bei dem Hochschulvergleich werden nicht ganze Universitäten, sondern Fachbereiche anhand von Fakten sowie Studenten- und Professorenurteilen bewertet und drei Ranggruppen (Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe) zugeordnet. "Es geht nicht um ein plakatives Ergebnis mit platter Bewertung, sondern um eine differenzierte Betrachtung", betonten der Rektor der Uni Salzburg und AQA- Vorsitzender, Heinrich Schmidinger.
Als klare Stärke der österreichischen Unis zeigte sich die räumliche Ausstattung - ein Befund, der angesichts immer wieder geäußerter Kritik an der Raumsituation der Unis doch einigermaßen überraschend kommt. Weitere Stärken sind die Betreuung und der Kontakt zu Lehrenden, der Kontakt der Studenten untereinander sowie Bibliotheken.
Eindeutige Schwäche ist über alle Unis und Fachbereiche hinweg die mangelnde Einbeziehung der Praxis in die Ausbildung, konkret Angebote zur Förderung des Berufsfeld- und Arbeitsmarktbezugs sowie der Praxisbezug der Lehrer, und studentische Arbeitsplätze, etwa Selbststudienbereiche. (apa)
